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Chuck Palahniuk: Lullaby

Ich habe eben meine “WP-Drafts” (zu Deutsch: meine Beitrags-Entwürfe) durchstöbert und bin doch tatsächlich auf ein Book-Reviev gestoßen, dass ich bereits vor einigen Monaten geschrieben habe und dann aus was für Gründen auch immer “vergaß”. Aber da Bücher bekanntlich zeitlos sind, fände ich es schade, diesen Beitrag nicht zu bringen…

Es ist schon einige Jahre her, dass ich “Fight Club” von Chuck Palahniuk gelesen habe, daher freute ich mich, vor einiger Zeit eines seiner Werke wieder in die Finger bekommen zu haben. Und wieder einmal möchte ich jene Passagen hervorheben, die mir besonders gefallen haben - ob aus sprachlichen Gründen oder der Interpretation wegen.
Meiner Meinung nach weist Lullaby nicht dieselbe Aggressivität und Geschwindigkeit wie Fight Club auf, punktet jedoch mit ganz anderen Elementen. Abgründe und Abstrusitäten werden sprachlich verknappt und lassen trotz einer kleinen Story genügend Raum für Anspielungen zwischen den Zeilen. Vor allem aber spart Palahniuk nicht mit gesellschaftskritischen Aussagen. Wahrscheinlich funktionieren einige der Aussagen besser im englischen Original als in der deutschen Version, denn auch die beste Übersetzung kann nie so gut sein wie wie die Vorlage - ich weiß das nur zu gut aus eigener Erfahrung.
Es geht um Lärm. Um Information.. Um das Leben, wie es tagtäglich auf uns einhämmert.
Und es geht um ein Wiegenlied, dass es vermag, andere Menschen ins Jenseits zu befördern.
Das Erschreckende nachdem man dieses Buch fertig gelesen hat ist die Erkenntnis, dass vermutlich kein anderes Buch existiert in dem derart viele Leute sterben, ohne dass man dies ernsthaft zur Kenntnis nimmt.

(15)
Das Dumme an jeder Geschichte ist, dass man sie erst hinterher erzählt. Selbst ein ausführlicher Bericht im Radio, in dem die Homeruns und Strikeouts alle geschildert werden, selbst das kommt mit einigen Minuten Verzögerung. Selbst eine Live-Reportage im Fernsehen kommt mit ein paar Sekunden Verspätung.
Selbst Schall und Licht sind nicht schneller, als sie sind.
Ein weiteres Problem ist der Erzähler. Das Wer, Was, Wo, Wann und Warum des Berichterstattens. Die Verzerrung durch das Medium. Wie der Bote die Fakten formt. Was Journalisten den „Gatekeeper“ nennen. Darstellung ist alles.
Die Geschichte hinter der Geschichte.

(47)
Journalist sein, heißt Dinge weitererzählen. Schlechte Nachrichten verbreiten. Das Gift verbreiten. Die größte Story aller Zeiten. Dies hier könnte das Ende der Massenmedien bedeuten. Das Merzlied könnte sich als eine allein dem Informationsalter angemessene Seuche erweisen. Man stelle sich eine Welt vor, in der die Menschen alles meiden würden: Fernsehen, Radio, Kino, Internet, Zeitschriften und Zeitungen. Die Leute müssten Ohrstöpsel tragen, so wie sie jetzt Kondome und Latexhandschuhe tragen. In der Vergangenheit hat sich beim Sex mit Fremden niemand sonderlich Sorgen gemacht. Oder noch früher bei Mückenstichen. Oder bei unbehandeltem Trinkwasser. Moskitos. Asbest. Man stelle sich eine Seuche vor, die man sich durch die Ohren holen kann.
Knüppel und Steine brechen dir die Beine, aber jetzt können auch Worte töten.

(80)
“Ich weiß, was das ist”, sagt sie und streckt die Hand danach aus. Bevor sie es mir wegnehmen kann, habe ich den Zettel gefaltet und wieder in die Hosentasche gesteckt.
Ihre Hand schwebt noch in der Lust; sie zeigt mit dem Zeigefinger auf mich und sagt: “Ich habe davon gehört. Das ist ein Merzlied. Stimmt’s?”
Ich frage sie, ob sie mir etwas über Merzlieder erzählen kann.
“In der Literatur werden sie überall erwähnt”, sagt sie achelzuckend, “aber angeblich sind sie in Vergessenheit geraten.” Sie dreht die Handfläche nach oben und sagt:” Zeigen Sie mir das noch mal.”
Und ich sage: Wie funktionieren die?
Und sie wedelt mit den Fingern.
Und ich schüttle den Kopf. Nein. Ich frage, wie es kommt, dass es andere Menschen tötet, aber nicht den, der es aufsagt.
Und Mona legt den Kopf leicht schräg und sagt: “Warum tötet ein Gewehr nicht den, der den Abzug drückt? Es ist im Prinzip das Gleiche.” Sie hebt beide Arme über den Kopf und streckt sich, reckt die Hände zur Zimmerdecke [...]
Also, sage ich, wie kann es bei jemanden funktionieren, der es gar nicht hört? Ich sehe das Radio an. Wie kann ein Zauberspruch funktionieren, wenn man ihn nicht mal laut ausspricht?

(104f)
Oyster ist der Sohn, den sie hätte, wenn sie einen Sohn hätte.
Das könnte mein Leben sein, wenn ich ein Leben hätte. Meine Frau weit weg und betrunken. Meine Tochter in einer durchgeknallten Sekte. Peinlich berührt von uns, ihren Eltern. Ihr Freund wäre dieses Hippiearschloch, der Typ, der mit mir, ihrem Dad, eine Schlägerei anfangen will.
Und vielleicht könnten sie Zeitreisen unternehmen.
Vielleicht könnten sie die Toten wieder lebendig machen. Alle Toten, vergangene und gegenwärtige. Vielleicht ist das meine zweite Chance. Genau so etwas wie hier hätte nämlich aus meinem Leben werden können.
Helen in ihrem Chinchilla-Mantel sieht zu, wie der Papagei sich selbst auffrisst. Und sie beobachtet Oyster.

(158f)
Amerika.
Ein Sturm von Ideen. Der mächtige Griff des Lebens.
Wenn man Oyster zugehört hat, empfindet man ein Glas Milch nicht mehr als nette Beigabe zu Schokoplätzchen. Sondern man denkt an Kühe, die mit Hormonen voll gepumpt und gezwungen werden, ständig schwanger zu sein. Man denkt an die unvermeidlichen Kälber, die, in enge Ställe gepfercht, ein paar elende Monate zu leben haben. Ein Schweineschnitzel, das ist ein abgestochenes, blutendes Schwein, das mit der Schlinge am Fuß hochgezogen wird um kreischend zu sterben, während es zu Schnitzeln, Braten und Schmalz verarbeitet wird. Sogar ein hart gekochtes Ei, auch dabei denkt man nur noch an eine Henne, deren Füße vom Leben in einem zehn Zentimeter breiten Drahtkäfig verkrüppelt sind, so beengt, dass sie nicht einmal die Flügel heben kann, so peinigend, dass man ihr den Schnabel abschneidet, damit sie nicht in Raserei die Hennen in den Nachbarzellen attackiert. Und so legt sie, das Gefieder vom Käfiggestänge abgewetzt und mit abgeschnittenem Schnabel, ein Ei ums andere, bis ihre Knochen so kalziumarm geworden sind, dass sie im Schlachthaus einfach zersplittern.
Das ist dann das Hühnerfleisch in der Nudelsuppe, diese Legehennen, die so zerfetzt und zerschunden sind, dass sie in Streifen geschnitten und gekocht werden müssen, weil niemand mehr sie beim Metzger kaufen würde. Das ist Hühnerfleisch in der Wurst. In Chicken-Nuggets.

(212)
Der Artikel ist noch nicht fertig.
Die beste Methode, sein Leben zu vergeuden, ist ständiges Notizenmachen. Die einfachste Methode, dem Leben aus dem Weg zu gehen, ist einfach nur zuzusehen. Auf die Details achten. Berichten. Nicht teilhaben. Soll Big Brother sich mit seinem Getue für einen abstrampeln. Reporter sein. Ein glaubwürdiger Augenzeuge sein. Ein dankbarer Teil des Publikums.

(224f)
„Sieh, wie einfach das ist“, sagt Helen. „Wir können alles machen“
Nein, sage ich sie kann alles machen.
Helen sagt: „Liebst du mich noch?“
Wenn sie es will. Keine Ahnung. Wenn sie es sagt.
Helen blickt zu den Kronleuchtern auf, diesen hängenden Käfigen aus Gold und Kristall, und sagt: „Zeit für eine schnelle Nummer?“
Und ich sage, mir bleibt ja wohl nichts anderes übrig.
Ich kann nicht mehr unterscheiden zwischen dem, was ich will, und dem, was ich wollen soll.
Oder zwischen dem, was ich wirklich will, und dem, was man mich wollen macht.
Ich rede hier vom freien Willen. Haben wir den, oder diktiert und verordnet Gott uns tatsächlich alles, was wir tun, sagen und wollen? Haben wir einen freien Willen, oder werden wir, unsere Wünsche und Handlungen, von Geburt an von den Massenmedien und unserer Kultur gesteuert? Habe ich ihn, oder werde ich von Helens Zauberspruch gelenkt?
Helen steht vor einem Regency-Schrank aus knotigem Walnussholz mit einem großen Spiegel aus facettiertem Glas in der Tür. Sie streicht über die geschnitzten Schnörkel und Girlanden und sagt: „Du kannst mit mir unsterblich werden. [...] Helen und ich, die Kakerlaken unserer Kultur. [...]
Man stelle sich Unsterblichkeit vor, ein Leben, in dem selbst eine Ehe von fünfzig Jahren einem bloß wie ein Schläferstündchen vorkommen würde. Man stelle sich vor, Trends und Moden an einem vorbeirauschen zu sehen. Man stelle sich die Welt vor, wie sie mit jedem Jahrhundert beengter und hoffnungsloser wird. Man stelle sich vor, wie Religionen, Heimaten, Ernährungsgewohnheiten und Karrieren einander abwechseln, bis nichts davon mehr irgendeinen Wert hat. Man stelle sich vor durch die Welt zu reisen, bis jeder Quadratzentimeter einen nur noch langweilt. Man stelle sich seine Gefühle vor, Liebe, Hass, Rivalität, Triumph, und alles im Plural und immer wieder durchgespielt, bis das Leben nur noch eine melodramatische Seifenoper ist. Bis Geburt und Tod anderer Menschen einen so kalt lassen wie die welken Schnittblumen, die man fortwirft.

(253)
Und jetzt sind wir wieder unterwegs.
Manchmal beunruhigt mich der Gedanke, dass Sarge in Wirklichkeit Oyster ist, der so tut, als wäre er Helen, die Sarge okkupiert. Wenn ich mit diesem Wesen schlafe, wer auch immer er oder sie sein mag, stelle ich mir vor es ist Mona. Oder Gina. Auf die Weise gleicht sich alles wieder aus.
Mona Sabbat zufolge werden Leute, die zu viel essen oder trinken, Leute, die süchtig nach Drogen, Sex oder Diebstahl sind, in Wirklichkeit von Geistern beherrscht, die diese Dinge so sehr gemocht haben, dass sie auch nach dem Tod nicht davon lassen können. Säufer und Kleptomanen, die sind von bösen Geistern besessen.
Du bist der Nährboden. Der Wirt.
Manche Leute denken immer noch, sie hätten ihr Leben selbst in der Hand.
Wir sind Jäger und Gejagte.
In dir lebt sich immer etwas Fremdes aus. Dein ganzes Leben ist das Vehikel, in dem etwas anderes auf die Welt kommt.
Ein böser Geist. Eine Theorie. Eine Werbekampagne. Eine politische Strategie. Eine religiöse Lehre.

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memo an mich (2)

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

Es ist an der Zeit, die Schatzkammern neu zu bestücken..

Und “Crank” eignet sich nicht als visuelle Gute-Nacht-Geschichte. Nein, nein.
Morgen: Biene Maja DVD kaufen. Oder Benjamin Blümchen.
Whatever.

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up and away

Ich kann’s mir einfach nicht verkneifen. Weil sie doch schönes Wetter vorausgesagt haben, weil es nur 200 km weit entfernt ist, weil es eines der schönsten Festivalgelände überhaupt ist, weil das Lineup ziemlich über- zeugend ist, und weil beim Mitsingen und Tanzen alles andere vergessen werden kann:

NUKE 2008:

…und ein weiteres Mal werden wir “So sehr dabei” sein, wenn Clueso, Morcheeba oder die Orishas uns mit guter Musik flashen. Denn nach wochen- langem Metal-Gedröhne aus meinem iPod wird es wieder mal Zeit, die Dinge etwas entspannter anzugehen.
Hang loose and swing - und ich freu’ mich drauf. :cool:

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Las Locas in Amsterdam

So. Nach einer Woche non-stop-working und emotionaler Achtebahnfahrten ist endlich Zeit genug, sich wieder den sonnigen und bunten Seiten des Lebens zu widmen (dem Wochenende sei Dank).

Mit einer Woche Verspätung - das Amsterdam-Review:
Beginnen wir gleich mal am legendären Tag der Abreise, dem 29. Juni 2008, anderen vielleicht noch bekannt unter dem “Finaltag” schlechthin. Was haben sich die Medien in Spekulationen zerrissen darüber, wer es wohl werden wird: Fußball-Europameister.
Wir zwei Locas haben es bereits vor Anpfiff gewusst (ach was red ich da - ich wusste es schon vor Beginn der Spiele!! :mrgreen: ). Und weil wir wollten, dass es auch “die anderen” wissen, liefen wir am Finaltag standesgemäß am Münchner Flughafen ein. In rot-gelb-rot. Wir wollten wissen, wie viel Spaß unsere deutschen Nachbarn vertragen und ich muss sagen: nicht viel. Gar keinen, um genau zu sein. Denn auf ein “¡Qué viva España!” am Gate bekamen wir von einer Truppe DFB-gekleideter Fans nur ein grimmiges “Ja, aber nicht mehr lange!” als Antwort. Und auch der Rest der deutschen Belegschaft am Airport hatte nur spöttische Blicke für uns über.
Tja. Ich glaube mal, der gute Herr  vom Gate dachte spätestens um 23Uhr am selben Tag an die beiden quietschvergnügten und kunterbunten Öster- reicherinnen! Es war mir ein Volksfest. Immer wieder gerne. :lol:

Jetzt aber zur Grachten-(Krocha-)Stadt Amsterdam:

Wunderschön ist sie, freakig ist sie, laut kann sie sein, eingehüllt in eine Rauchglocke ist sie (ich mache diese Rauchglocke dafür verantwortlich, dass ich schon am ersten Tag ohne fremdem Zutun schwebend und dauer- grinsend mit halbem Tempo durch die Gegend lief) und semi-liberal ist sie.
Semi-liberal? Weil man seit 1. Juli in den Lokalen nicht mehr rauchen darf. Tabak. Sprich auch nicht in den Coffee-Shops. Das sieht dann so aus: Entweder du rauchst deine selbstgebaute Zigarette pur (aber klar doch!), oder du musst vor die Türe. Oder in den Keller. Was gar nicht so schlimm ist, denn Coffee- Shops sind egal ob im Keller oder an der Theke düster und neblig. :grin:

Da die liebe Brikko und ich aber keine Nachtschatten- gewächse (z.B. Kartoffeln) sind, zogen wir es vor, am heißesten Tag der Woche bei strahlendem Sonnen- schein (30 Grad!!) die Stadt zu Fuß in Flip-Flops zu erkunden. Von 11 Uhr bis 19 Uhr. Alles. Wirklich alles. Kleiner Tipp am Rande: Eine Woche Am- sterdam ist fast zu viel. So groß ist sie nun auch nicht, und nach einer Weile sieht alles irgendwie gleich aus. Ich habe mal die Frage am Rande gestellt, ob es nicht möglich wäre, das Wasser der Haupt-Grachten verschieden einzufärben. Als Orientierungshilfe quasi. Denn: Leute, diese Straßennamen haben mich in den Wahnsinn getrieben. Von merken der Namen war gar nicht die Rede. Aber - und ich liebe dieses Aber: Ich war ja diesmal nicht alleine unterwegs. Fast hatte ich Angst davor, es verlernt zu haben, das “gemeinsame Reisen”. Und bereits am zweiten Tag genoss ich es, das Ruder zu übergeben, keinen Plan haben zu müssen, mich orientierungslos auf das Navigationssystem “BrikkoBrikko” verlassen zu können. Wissend, dass ich egal wo (wobei das “wo” sowieso egal war), heil ankommen werde. Also ist sie doch nicht zur verbissenen Alleinkämpferin mutiert, das Fräulein Speikobra. Schön, das erfahren zu haben. Süße, ich danke dir dafür!! ;-)

Jetzt aber mal wieder zurück zu den City-Facts:
Amsterdam, die Hochburg ziviler Unordnung in der rund 745.000 Menschen leben, hat an die 165 Kanäle die von ungefähr 1300 Brücken überspannt sind. 1300, nochmal zur Wiederholung.
Kurzer Szenenwechsel - zoom in - irgendwo in den Straßen Amsterdams - Zitat Navigationssystem BrikkoBrikko nach stundenlangem (im Kreis) herumirren - freudestrahlend: “I woaß jetzt wo ma san!!! Des is de ane Brukkn, de wos da obn drüba geht!!”
Aja. Ich hab leider die Brücke verpasst, die unten durch führt. Schade eigentlich. Warum auch muss ich immer so unaufmerksam sein. :grin:

Aber zu unserer Verteidigung: Wenn frau dem Gerstensaft, guter Musik und selbst gebauten Zigaretten frönt, dabei vergisst jemals einen Auftrag gehabt zu haben, Schiffchen am Crashkurs in den Grachten zusieht und sich jedesmal freut wenn es kracht, dann ohne es beabsichtigt zu haben auf eine nächtliche Kreuzfahrt mitgenommen wird und danach genauso wenig Plan davon hat wo sie sich befindet wie davor, dann sei ihr dieser Fauxpas verziehen.
Aber bitte. Es könnte Schlimmeres geben, oder? Was wäre das Leben ohne Planlosigkeit und konstruktiver Dekonstruktion. Schön ist das!

Ja, wir waren das perfekte Team. Brikko war für die Gesamtkoordination zuständig, ich für den Fein- schliff. Auf Detailfragen im Amsterdam-Orientierungs- lauf fand ich doch noch die richtigen Antworten. Und das Zitat der Woche lautete: “Unsere Probleme möcht’ I mal haben.” Kann auch was, oder?
So. Und jetzt muss ich mal kurz diese Stadt von ihrem Thron herunter holen: Mal ehrlich - die einzigen Erhebungen in dieser Stadt sind  Brücken (die tatsächlich oben drüber und nicht unten durch gehen..). Das geht für eine gebürtige Salzburgerin mal gar nicht. Es gab so einen Tag, da wollte ich unbedingt irgendwo rauf. Mir einen Überblick verschaffen. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit! Vergesst es!! Hochhäuser vielleicht - ok. Aber das ist auch keine Befriedigung für eine Alpenländerin wie mich. “Flach wia a Brettl?” Das kann doch gar nicht gesund sein! :mrgreen:
Und teuer ist sie, die Grachtenstadt. Überteuerte Alkoholpreise? Die mögen argumentierbar sein. Aber warum die Hostal-Zimmer am Wochenende doppelt so viel kosten wie unter der Woche, wollte mir nicht einleuchten. Barcelona ist auch eine Touristenstadt und wird gerade am Wochenende von Kurztrip-pilgernden Franzosen überschwemmt - trotzdem variieren die Preise dort nur saisonal. Naja, jammern hilft bekanntlich nix und zu viel nachdenken auch nicht. ;-)

Und jetzt eine kurze Anekdote am Rande. Bekanntlicher Weise bin ich kein Fan von Fast Food. Gar nicht eigentlich. Aber in dieser einen Woche war sowieso alles anders. Und so standen wir zwei verspulten Hühner schon mal ab und an in der Warteschleife vom Burger King am “Leidseplein”. Als wir dann an der Reihe waren, mussten die netten Damen und Herren von der Bedienung jedoch ebenfalls warten. Weil die liebe Brikko den Fund der Woche machte und vor lauter Lachen kein Wort mehr heraus brachte.
Mal ehrlich. Seht euch bitte das hier und dann auch noch das hier an. Es handelt sich hierbei um Tablett-Unterleger. Also um die Dinger, auf denen MäckDingsda normalerweise über Nährwerte und andere Dinge sinniert, die die Menschheit eigentlich nicht wissen will. BurgerKing ist anders. BurgerKing erzählt uns bildlich etwas über gesundes Essen. BurgerKing macht Hirnwäsche durch gezielte Stimulation der Lachnerven. Bitte versucht, euch in unsere Lage zu versetzen. Also nicht mit nüchternen Augen an die Sache rangehen.
Also wirklich… Das geht doch nicht!!? Wie kann man nur in einer Stadt wie Amsterdam den Besuchern so einen visuellen Auftrag geben?? Und vor allem: Wer zum Geier denkt sich sowas aus??
Tränen sind geflossen.
Das Schöne dabei - ich glaube, dass die Burger King-Belegschaft schon Schrägeres als uns zwei an diesem Abend erleben durfte. Und lachen musste er ebenfalls - jener nette Junge Herr, der die Ehre mit uns hatte. ;-)

Weiter im Text. Ich sagte bereits, dass 1 Woche Amsterdam fast zu viel ist. Und weil wir nach 4 Tagen bereits das (für uns) Wichtigste kannten, zog es uns einen Tag nach einem legendären Blackout  (meinerseits) am Massive Attack-Konzert an die Küste. Chillout. Trampolinspringen. Kindsein. Planlos und zufrieden sein. Es war für mich einer der genialsten und spontansten Tage in diesem Jahr… Genial auch des- wegen, weil ein 2-jähriger Kopfknoten endlich riss und klare Sicht auf lächer- liche Tatsachen schuf. Man könnte es fast als eine “Heilung” bezeichnen. :idea:
Und genial, weil ich diesen Tag mit einem Menschen verbringen durfte, der mir in dieser Woche noch mehr ans Herz gewachsen ist.

Ach ja. Unvergesslich wird uns “Pacino” bleiben, dem “Al” zwar davongelaufen ist, der aber trotzdem die Stellung im “Hotel Belga” hält und auch in Zukunft den Gästen beim Früh- stück auf den Schoss springen wird, ihnen die Klamotten mit seinen orangefarbenen Haaren versaut um schnurrend eine Scheibe Käse zu ergattern. :???:

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Indestructible

Was ist eigentlich Wut? Und wie lässt sie sich mit Angst oder Trauer in Verbindung bringen? Warum leben diese Emotionen nicht getrennt voneinander, sich abwechselnd mit ausreichend Pausen dazwischen? Aber solange man an dem Hin-und-her-gerissen-Werden nicht zerbricht, macht es einen nur härter. Man läuft mit Tränen in den Augen, bis man meint umzufallen. Dann steht man noch immer und weint nicht mehr. Weil die Kraft, die Wut aus dem Körper raus ist und im Herzen Platz genommen hat. Es stärkt und weiter antreibt. Das hat das Leben in den letzten Jahren schon bewiesen und das wird es auch in Zukunft tun. Egal wie fremd einem ein eigentlich vertrauter Gegner erscheinen mag, oder wie vertraut einem der/ die/ das Fremde ist, man lässt sich nicht zerstören - man wird Indestructible:

Another mission, the powers have called me away
Another time to carry the colours again
My motivation, an oath that I’ve sworn to defend
To win the honour of coming back home again
No explanation will matter after we begin
Unlock the dark destroyer that’s buried within
My true vocation and now my unfortunate friend
You will discover a war you’re unable to win

I’ll have you know that I’ve become indestructible
Determination that is incorruptible
From the other side a terror to behold
Annihilation will be unavoidable
Every broken enemy will know
That their opponent had to be invincible
Take a last look around while you’re alive
I am indestructible

by Disturbed

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OleOle. Was für eine Woche.
So viel Buntes. Lustiges. Lachen, essen, trinken, rauchen, tanzen, planlos in der Gegend herumlaufen. Schiffalbekk’n und Frakshow. Vor allem das „planlos“ war rekordverdächtig genial. Wer braucht schon Pläne? Oder gar Aufträge? Viel zu stressig, neee, geht gar nicht. Schon gar nicht in Amsterdam. Und (fast) eine Woche ohne Internet. (Herzallerliebstes Lesterschwein, ich hab was gut bei dir!!) Was für ein Fasten Deluxe.
Das Problem dabei ist nur, dass ich morgen (oder heute, was ist schon Zeit??) arbeiten muss (kann, darf – wie auch immer ;-)) und dazu mein Hirn wieder einschalten sollte. Nein, nicht dass es komplett „off“ gewesen wäre, ich würde es ein angenehmes „stand-by“ nennen und so ein Tag Regeneration wäre schon nicht schlecht, aber ok. Es könnte Schlimmeres geben und darum wir das Amsterdam-Special hier bei mir noch etwas auf sich warten lassen. Aber wie gehabt: Was ist schon Zeit.. Ich bin einfach nur hundemüde. Vor allem, weil ich mir eingestehen muss, wieder mal nicht schlauer geworden zu sein. Heimreisetechnisch. Bayernticket? = Weltklasse. Die Durchführung? Definitiv nicht. Aber der Fun-Factor dabei kam trotzdem nicht zu kurz.
Mehr dazu jedoch ein anderes Mal. Ich freu mich grad riesig auf eine harte Matratze und gelsenfreien, komatösen Schlaf.
Buenas noches @ todos.

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same as it never was

Wham.
Vergesst alle verkoksten Schreckgespenster wie Amy Winehouse und billige Möchtegerns à la Duffy und Co.; das ist DIE Stimme und das erfrischend-natürliche Gesicht dazu: Jessica Darling. Ich bin begeistert.
Passend zu meinem gleich anstehenden Trip nach Amsterdam inklusive Konzertbesuch von Massive Attack und Goldfrapp bin ich wieder über schwer geniale, tanzbare, beatig-funkige Musik gestolpert (Radio FM4 sei Dank).
THE HERBALISER
werden mich in meinen iPod in die niederländische Haupt- stadt begleiten und in diesem Sinne komme ich gut gelaunt der Aufforderung „Clap Your Hands“ (siehe Wurlitzer rechts) nach, packe meinen Backpack und werde es erneut nicht bereuen, wenn ich im Nachhinein wieder „Same As It Never Was“ sagen muss.
Nicht zur Stadt. Nein. Aber zu gewissen Begleiterscheinungen, die einem selbst nach Amsterdam folgen. So  ist es halt, das Leben: Loco. (it „Just Won’t Stop“.) Frau kennt das mittlerweile ;-) .
Leute, hört rein in dieses Album, es zahlt sich wirklich aus. Stimmung pur. Ich bin hin und weg. Und überhaupt WeitWeg bis zur nächsten Woche! :cool:

Der Bericht wird folgen…

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Beuteschema

Oder:

Mister Right vs. Mister Wrong.

Oder:

Von Jägern und Gejagten und solchen, die es anders gar nicht wollen.

Es ist schon so ein Dilemma, die Sache mit den Singlefrauen der heutigen Generation. Denn wagt man einen Blick zurück in der Geschichte, so lässt sich erkennen, dass die Zahl jener Frauen, die ihren Lebensabschnitt zwischen 25 und 35 Jahren ohne festen Partner verbringen, stetig am Steigen ist. „Die Frau im Alleingang – gar nicht so alleine“ könnte ein tröstender Slogan dazu lauten. Im Angesicht der Tatsachen jedoch klingt dies nach purer Häme. Oder nach der Realität eines traurigen Generations-Idealwechsel.

Immer mehr Frauen finden keinen Partner. Und zwar nicht, weil es keinen gibt, der sich für sie interessiert, sondern weil sie keinen finden, der sie interessiert. Für den sie sich auf- richtig interessieren. Oder ganz einfach immer wieder dem Falschen nachlaufen. Sie haben eine neue Rolle als Frau in der Gesellschaft, aber ein altes Beuteschema.
Dass Männer jagen und Frauen „erlegt“ werden, ist eine alte Weisheit, wahr ist diese Weisheit deshalb noch lange nicht. Und vielleicht hatten Frauen zu früheren Zeiten noch weniger Probleme, als sie einfach verheiratet wurden, als ihnen der „Richtige“ vor die Nase gestellt und ins Ehebett gelegt wurde. Aber die Frau von heute sucht selber. Damenwahl. Treffender: die Qual der Wahl.
Kurz ins Detail skizziert sehen wohlbekannte Situationen dann so aus:
Körpersprache und Gestik signalisieren dem Mann, dass er sich „anpirschen“ darf (wobei hier angemerkt sei dass er dies zuweilen auch macht, ohne die besagten Signale zu erhalten). Eigentlich kann er darauf nur reagieren und hoffen, dass er das erstens richtig tut und zweitens das hat, was sie will. Das Dilemma dabei: Frauen wissen mehr oft als selten nicht wirklich, was sie eigentlich suchen oder was sie wollen und lassen sich von Mustern und Gewohnheiten steuern.
Kurz gesagt: Sie haben ein gutes Händchen für Mister Wrong.

Wer ist eigentlich dieser ominöse Mister Wrong? Vielleicht ist es zielführend, zuerst einmal Mister Right näher zu beleuchten - zumindest jenen Mister Right, von dem viele Frauen meinen, dass er es wäre.
Eine Verallgemeinerung für alle Singlefrauen ist sicher nicht zulässig, dennoch: Mister Right ist regelmäßig Gesprächsthema befreundeter Singlefrauen und lässt sich grob als „richtiger Kerl“ beschreiben. Woraufhin sich die nächste Frage stellt: Was oder wer ist ein richtiger Kerl? Auch darauf gibt es klischeehafte Antworten. Ein Mann, der das alte Beuteschema lebt, es aber nicht zur Grundlage seines Seins gemacht hat. Ein Mann, der selber nicht leicht und immer zu haben ist und der Frau dennoch das Gefühl gibt, nur für sie da zu sein. Der Macho im Umhang des besten Freundes und Liebhabers – oder umgekehrt. Der Semi-Macho?
Einer, der seine Geheimnisse hat und der Frau nicht jeden Wunsch von den Lippen abliest. Denn das Fatale am alten Beuteschema: es ist zu gewissen Teilen auch auf die Frauen übergesprungen. Nicht die Jagd selbst betreffend, sondern viel mehr das Mahl danach. Die Frau von Heute braucht ihre täglichen Herausforderungen, und dies nicht nur in der Arbeit oder im Alltag. Nein. Auch in der Beziehung. Denn der Verlust des Reizes, der Herausforderung und der täglichen (Rück-)Eroberung kann viel anödender sein als die täglichen Haare im Waschbecken oder der Streit um die Fernbedienung. Ein Mann, der mit einer eigenständigen Frau an seiner Seite umzugehen weiß, sich ihrer bewusst aber nicht eifersüchtig ist und sie nicht versucht einzusperren.

Und warum nun ist Mister Right eigentlich so wrong? Das ist er gar nicht. Ein Fantasiegebilde kann so falsch nicht sein. Dennoch - dieses Wunschkonzert bleibt zumeist ein solches und die Singlefrau auch weiterhin eine solche, wenn – ja wenn sie sich nicht irgendwann einmal eine andere alte Weisheit zu Rate zieht die besagt, dass man ab und an zur Seite oder austreten muss, um das Gegebene aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Die Schwierigkeit darin besteht allerdings im darauf folgenden Schritt: Nach dem Perspektivenwechsel auch das alte Beuteschema zu ändern. Sich auf Neues einlassen, ausprobieren und Mister Right nicht ständig als Vergleichsobjekt heranziehen. Und das ist leichter gesagt, als getan.

Richtig schwierig wird es bei jenen Singlefrauen, die pedantisch darauf achten, alle interessanten und interessierten Kandi- daten in gekonnter Manier von sich fernzuhalten um  konse- quent jenen Männern nachzulaufen, die nur so viel Interesse zeigen, dass die Damen bei Laune gehalten werden und die Jagd nicht aufgeben. Denn Trophäen gibt man(n) auch nicht gerne her. Das alte Spielchen der Begierde dessen, das einfach nicht zu haben ist.
Und das wäre dann Mister Wrong in Person: aus Fleisch und Blut, ignorant und oberflächlich, kaltschnäuzig und rauh, immer am Absprung und doch so unendlich männlich. Was für ein ineffizientes Beuteschema, um nicht zu sagen Jagdinstinkt, der so gesehen auch den Frauen zugesprochen werden kann. Warum die Evolution an dieser Stelle nicht für etwas mehr Wirtschaftlichkeit gesorgt hat, wird wohl auch weiterhin ein Rätsel bleiben.

Das Problem dabei ist nur, dass auf diese Weise niemand glücklich wird, es sei denn unsere heutige Gesellschaft verwandelt sich auch weiterhin in Richtung zig hermetisch abgegrenzte und autonom fungierende Glasglocken gefüllt mit sich selbstverwirklichenden Burnout-syndromisierten Alleinkämpfer(innen) auf der Suche nach emotionslosen Kurzzeit-Abenteuern.

So. Und da alle oben genannten Argumente, Ansichten und Einschätzungen weder durch mir bekannte Studien belegt sind, noch Anspruch auf allgemeine Gültigkeit erheben und zur Gänze meine persönlichen Erfahrungen wiederspiegeln, bin ich gerne bereit, mich eines Besseren belehren zu lassen, bzw. freue mich, wenn es hoffnungsvollere Prognosen gibt. Immer her damit, die Kommentarecke ist offen!

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¡Que viva España!

…wenn schon auf die Portugiesen kein Verlass ist…
Und Deutschland? Sorry, aber: nein. Will ich einfach nicht ;-)
Also chicos, haut nochmal rein gegen die Russen, dann wenns sein muss auch so richtig gegen die Deutschen und holt euch den Titel.
Gracias.

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No more draining me

I had to run the damage is done,
I give it up, I give it up.
I had to go it got control,
Yeah you’re breaking me.
There’s nothing left so take the rest,
stab it out, stab it out.
I set it alight it burns so bright,
yeah you’re draining me.

You make my heart beat faster.
Baby, you make my heart beat faster. I know.
yeah I know that it’s true.

Let alone to rest alone.

These blinded eyes were open wide,
Years ahead while gone aside,
Now I am torn,
Knew there was a price to pay
I was a run-around, a lost-and-found
Now take your hands off me,
I don’t belong to you, you see…

Will you please stop draining me?

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Floripa calling

Ich habe Heimweh! Fernweh? Fies ist das!!
Der Grund? Eine Einladung nach Florianópolis/ Brasilien und ein Video um mich daran zu erinnern, wie es dort so zugeht, an diesem wunderschönen Fleckchen Erde, an dem ich vor 2 Jahren war. All die Leute jetzt am Bildschirm wieder zu sehen weckt in mir den Wunsch, genau dorthin nochmal zu gehen, den Jungs beim Surfen zuzusehen, selber mit dem Bike zwischen Atlantik, dem Süßwassersee “Lagoa da Conceição” und Bergen unterwegs sein, abends grillen in der “Pousada Hi Adventure“, spätnachts rauchend Hunde-Rock’n Roll lauschen und lächelnd bei Freunden einschlafen. Oh Mann, ich will da wieder hin…
I am proudly presenting my fav 06-08: Fabio Nunes and Co.; talented, lovely and crazy people from Floripa, Santa Catarina.

Ich bin am Schwanken. Noch ist das Ticket nach México nicht gekauft. Ich wollte das sowieso erst einen Tag davor tun. Auf gut Glück am Schalter in Amsterdam, um so eventuell günstiger auszusteigen. Und dann bekomme ich das hier. Februar. Brasilien. Hochsommer dort, außerdem mein Geburtstag. Ach s..t, so vieles spricht dafür..
Aber ich will jetzt auch weg!
Was tun??

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farben-froh

Es war einmal, um genau zu sein am 18. Juni 2008, an einem lauen Sommernachtsabend (schmarrn – es war saukalt!!), ein junges, österreichisches Mädel mit ungarischem Blut in den Adern sowie einem großen Faible für das spanische Volk, das an diesem besagten Abend zum ersten Mal in ihren noch so kurzen Leben die Tore eines Fußballstadions durchschritt – präzise gesagt, die Tore des Fußballstadions ihrer Heimatstadt.
Und wie das Leben so spielt ertrug es sich, dass unvorhersehbare aber äußerst lustige und spontane Momente dazu führten, dass dieses Mädchen an jenem besagten Abend mehr oder weniger unfreiwillig in blau-weiß gehüllt auf die Seite der Griechen verschleppt wurde. Und das Schöne an der Tatsache, dass dieses Mädchen Österreicherin ist, ist ihre Möglichkeit zur freien (Team-) Wahl, sodass sie sich dem Freudenrausch der Griechen bei ihrem ersten Tor auch nicht entziehen konnte oder wollte.
Jedoch – so wie dies im Plan des Mädchens stand und weil sie WUSSTE das es so kommen würde, konnte sie es sich auch nicht nehmen lassen, in blau-weiß gehüllt aufzuspringen und lauthals ¡Qué viva España! zu singen, nein – zu schreien, als nach dem Ausgleich der Spanier das 2:1 deren Sieg sicherte. Eben weil sie es wusste, weil sie es sich gewünscht hat und weil sie es ihrer Begleitung schon davor (durch die Blume) gesagt hatte – und weil sie es eben vorzog, sich für beide Seiten zu freuen. Ganz zum Missfallen der blau-weißen Masse um sie herum, die ihr jedoch nach kurzer Zeit schon wieder vergeben hatte.
Etwas kurios mag dann auch noch jener Moment gewesen sein, in dem das Salzburger Mädchen mit den Griechen am Rückweg zum Shuttlebus die Orientierung verlor und zwei Spanier um den Weg fragen musste – in ihrer Landesprache versteht sich – und noch immer in blau-weiß gehüllt. Den beiden Rot-Gelben hat’s im ersten Moment die Sprache verschlagen, schlussendlich jedoch verhalfen sie der Einheimischen zurück auf den richtigen Pfad. ;-)
Und das meine Damen und Herren, nenne ich „interkulturellen Austausch“.
Was für ein unvergesslicher Abend, ein Dankeschön an Griechenland und ein ebenso großes Dankeschön an Spanien. Ihr wart beide wunderbar.

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Nova Rock 2008

Also gut, gleich mal vorweg: Gestern als ich anfing das hier zu schreiben, war es Montagnacht und ich hatte in 4 Tagen geschätzte 15 Stunden Schlaf hinter mich gebracht, war aber brav den ganzen (gestrigen) Nachmittag in der Uni (auch eine rein körperliche Präsenz zählt, sei hier angemerkt) und kam am Abend von einem lahmen Spiel und einer verregneten Salzburger Fanmeile nach Hause. Ich wusste bereits davor, warum ich mich in schwarz hüllen werde… Aber bevor ich hier lange um den heißen Brei herum rede – meine 2 Favoriten kennt ihr bereits, und wenn die Deutschen gegen uns Außenseiter, gegen uns „Ösis“ schon nicht mehr als 1 unspektakuläres Tor zustande bringen, dann werden sie am Donnerstag in den ersten 10 Minuten von den Portugiesen so dermaßen vom Platz geschossen, dass ihnen Hören und Sagen vergeht. Und ich werde jubeln. So viel sei am Rande bemerkt.

So. Jetzt aber zurück zum wirklich Erzählenswerten der letzten Tage. Nova Rock 2008, Pannonia Fields, Nickelsdorf. 160.000 Verkaufte Tickets. Are you ready to Rock? Und wie ich das war!
Ich bin etwas zerknittert, habe Ringe unter den Augen, einen steifen Hals und meine Stimme schon wieder einmal achtlos irgendwo zurückgelassen. Aber – und das ist das Wichtigste - es geht mir blendend, denn ich habe genossen, gesungen, getanzt, gelacht - kurzum so richtig gelebt! Ich habe viele nette Leute kennen gelernt, extrem geniale Musik gehört, viel getrunken, heiß und fettig gegessen und fühle mich trotz extremem Schlafdefizit wieder um einige Jahre jünger. Wo fange ich am besten an mit diesem Festival-Bericht? Am Freitag. Um 5 Uhr in der Früh, als nach 4 Stunden Schlaf der Wecker ging und ich angesichts der draußen eintretenden Sintflut ernsthaft am Überlegen war, eine Arche Noah für die anstehenden 3 Tage zu mieten. Salzburger Schnürlregen und 12 Grad. Ehrlich Leute, das war um diese Uhrzeit wenig motivierend. Aber schlussendlich gings raus aus Salzburg, gute 400 km gen Osten ins schöne Burgenland, dort wo laut Wetterbericht die Sonne scheinen sollte.

Schönes Burgenland? Ich kam zu dem Schluss, dass ich nicht mal gegen Bezahlung dort wohnen würde. Niemals. Außer Windräder gibt’s Felder. Und noch mehr Windräder. Und aus. Neee, nicht mit mir, niemals.
Nichts gegen Windräder, angesichts der heutigen Probleme rund um die Energiegewinnung sind sie unerlässlich, aber ich für meinen Teil brauch’ sie nicht vor der Nase. Aber den Orkan, der am Freitag durch Burgenland fegte, brauchte auch niemand. Dafür aber blieben wir vom Regen verschont. War aber auch irgendwie klar, das mit dem Regen. Am Nuke 2006 oder die letzten Jahre am Frequency hatte ich niemals Gummistiefel dabei – und versank jedes Mal im Schlamm. Heuer waren sie dabei, und ich brauchte sie genau einmal. Mehr dazu aber später.
Wind war auf alle Fälle besser als Regen, vor allem, weil ich kein Zelt aufbauen musste! Ich wollte wissen, wie festivaltauglich mein lieber, kleiner Peugeot - auch Babe genannt – ist, und muss sagen: ja, Babe ist durchaus festivaltauglich. Das einzige Manko das Babe hat ist, dass er schwarz ist. Da kanns einem ab 9 in der Früh, eingewickelt in Schlafsack und Kapuzenpulli recht warm werden, aber gut, diesen Kompromiss konnte frau eingehen. Die Sitze habe ich zum ersten Mal in 9 Jahren abmontiert und den Kofferraum nach hinten geklappt: voilà – das Wohn- und Schlafzimmer für die nächsten 3 Tage war aufgebaut! Mein Schwesterherz und ihre bessere Hälfte bekamen beim Aufstellen ihres Zeltes tatkräftige Unterstützung vom Herrn Landeshauptmann se GerdA, ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle…

Nun zu den Bands. Beginnen wir am Freitag. Wir waren ab 14 Uhr am Gelände. Nach einem bewaffneten Wald-Wiesen-Wandertag, denn egal von welcher Seite wir rein wollten – 30 Minuten Fußmarsch standen jedes Mal am Programm. Somit war auch das Sportprogramm abgedeckt, betrachtet man das von der positiven Seite. Denn mein ansonsten tägliches Laufprogramm habe ich dadurch ausfallen lassen können. ;-)
Ich schweife ab. Zurück zu den Bands. VOLBEAT. Ja alter Schwede, die Jungs gingen anders ab. Ich mag sie schon lange, aber dass sie live auch derart rocken, hätte ich mir nicht gedacht. Ich war also am Shaken, mein wertes Schwesterlein am Personenidentifizieren anhand der Tattoos, die aus ihrer Nadel stammen. Was für ein Spaß, ich war beeindruckt. Kann sich wohl auch sehen lassen, was meine Kleine so fabriziert…
ROSE TATTOO danach waren auch genial, aber vor lauter Lachen, Reden und Trinken hab ich da nicht mehr viel in Erinnerung, was ihr musikalisches Können betrifft. Es sei mir bitte verziehen ;-)
Am Abend gings erst Mal zu CAVALERA CONSPIRACY. Die Brothers wieder vereint, Iggor uns beiden noch gut aus der alten Sepultura-Zeit bekannt. Aber da zeitgleich NOFX am Werken waren, wurde gewechselt. Kult eben, die Jungs. Und danach? DIE ÄRZTE. Was soll man zu den Jungs noch sagen? Wer kennt sie nicht? Dass Farin gerne und viel redet, wissen wir alle – ich darf zitieren: „Wir fahren zurzeit mit de Tourbus durch die Welt – ich übersetze: Deutschland, Österreich, Schweiz!“ Bei der Meldung hab ich mich kurz verschluckt vor lachen - ach Farin, wir haben dich ja auch lieb!
„Wir müssen aufhörn’ weniger zu trinken…“ – Danke, wir haben dich beim Wort genommen!
„Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist, es wär’ nur deine Schuld wenn sie so bleibt!“ – Kurzes Grübeln… Ja? Nein? Wie jetzt? Weitertrinken. Tanzen. Egal. „Denn ich bin 1000 Mal besser als wie du.“ – Danke, das weiß ich auch schon. :mrgreen:
Alles in allem – der Abend endete ziemlich feucht-fröhlich.

Samstag, 14.6. Schon lange nicht mehr habe ich mich derart zerknautscht gefühlt. Babe ist nicht ganz so kuschelig, wie ich mir das zu Beginn gedacht hatte. Babe bescherte mir kleine Verrenkungen und einen steifen Nacken. Wenn Babe nicht Babe gewesen wäre, hätte ich mich eventuell sogar darüber gefreut. So war ich aber zu Beginn nur grantig und begann gleich den nächsten Fehler: Duschen. Eine halbe Stunde Fußmarsch entfernt. Dann steht man noch mal ne halbe Stunde an um schlussendlich in einer Duschkabine zu stehen, aus der das Wasser geradezu enthusiastisch heruntertropft. Ja, tropft. Und dann schimpfen die hinter einem auch noch, wenn man nicht nach 10 Minuten fertig ist!? Also, das war nicht mein bester Start in einen Tag. Gar nicht.
Aber es ging rasch wieder bergauf mit der Laune, schließlich gibt es Freunde, die einem durch gezielten Alkoholkonsum direkt nach dem Munterwerden den Tag versüßen:
N: „Du, der T. hat gesagt, sein Mund würde schmecken, als ob ein Eichkätzchen darin geschlafen hätte…“ Aha.
A: Du, T., woher weißt du eigentlich wie es schmeckt, wenn ein Eichkätzchen in deinem Mund schläft?“
T: „Liebe A., das willst du nicht wissen.“ Vermutlich hat er Recht.

L. beim Packerlsuppenkochen: „Wisst ihr, wenn die Nudeln über-al dente sind, gehen sie gegen die Figur. Wenn sie aber al dente sind, dann passts.“ Hier dürfte vermutlich L’s Versuch fehlgeschlagen sein, das übernachtige Eichkätzchen aus der Mundregion mittels Bier zum Frühstück zu vertreiben. T. sollte seine Weisheiten doch besser für sich behalten.

Am Festivalgelände gabs außerdem diese geschäftstüchtigen jungen Herren zu bewundern, leider habe ich sie nicht gefragt, wie ihre Zwischenbilanz aussieht. Schlampige Arbeit, Frau Journalistin. ;-)

Die BEATSTEAKS waren mein Highlight des Abends, aber auch erst nach den ersten 3 Nummern. Denn Arnim klang zu Beginn, als wäre er am Ausnüchtern. Ein übles Rumgegröle, bevor er endlich die Töne traf. Guter Herr, das kannst du besser, wir wissen das. Alles in allem haben die Jungs aber in alter Manier richtig Gas gegeben und Stimmung gemacht. Zu meiner Schande muss ich zugeben, dass ich MOTÖRHEAD als Hauptact ausgelassen habe. Ich darf mich auf meinen Zustand ausreden. Ja, ich war bedient und wollte nur mehr zu Babe. Weil er doch so kuschelig und weich ist und immer auf mich wartet.

Der Morgen danach gab meinem Schwesterherz und ihrer besseren Hälfte Grund zur Kapitulation: Es regnete. 7 oder 8 Uhr Früh war es zu diesem Zeitpunkt. Ich saß in meinem Babe und sah etwas verdutzt dabei zu, wie die beiden in strömendem Regen das Zelt abbauten – ach was heißt hier strömender Regen, es wurde immer schlimmer und goss aus Kübeln und ich fragte mich nur, warum die beiden nicht wenigstens warteten, bis das Schlimmste vorbei war. Naja, wenn meine Kleine sich was in den Kopf gesetzt hat… Ungarischer Sturschädel nenn’ ich das und kenne das von mir selber nur zu gut. Nur mein ungarischer Sturschädel befahl mir, in keinem Fall zu kapitulieren und zwang mich, einfach weiter zu schlafen. Und siehe da – um 11 Uhr Mittag wachte ich auf und ging auf die Suche nach Sonnencreme – das einzige Utensil, das ich vergessen hatte! Somit sah das Mittagsprogramm wie folgt aus: Katzenwäsche, Bikini, viel Kaffee und sonnen. Herrlich.

Und der Abend? Auf den freute ich mich ganz besonders. Aber der Reihe nach: Um 19 Uhr standen DISTURBED auf der RedStage. „Down with the Sickness“ und „Shout 2000“ begleiten mich schon lange und „Indestructible“ live auf dieser Bühne war einfach ein Wahnsinn. David Draiman’s Stimme versagte nicht ein einziges Mal und klang live noch imposanter und eindringlicher als sonst Daheim oder im Auto. Aber gut, wer hat schon so eine Soundanlage Daheim stehen. ;-)
BULLET FOR MY VALENTINE waren auch ganz ok, aber ich hatte zwischenzeitlich Hunger und wollte mich stärken für den wahren Grund, warum ich hier war:
INCUBUS. Brandon Boyd. Oh Mann..
Also – sein Einstieg war lasch, er hätte nicht mit einer Ballade anfangen müssen. Aber dann… Die ersten 3 Nummern konnte ich noch mittanzen, danach erwischte ich mich immer wieder dabei wie ich inne hielt und mit Gänsehaut und offenem Mund auf diese Leinwand sah - warum auch muss dieser bescheuerte Kameramann laufend Close-Ups von dem Typen bringen?? Aber das alleine war es nicht. Es war seine Stimme. Es waren die Emotionen, die da rauszuhören waren, wenn er mit geschlossenen Augen Love Hurts, Drive, I wish you were here, oder Pardon Me sang. Alles in allem jedoch wirkte Brandon etwas verloren auf dieser Bühne, etwas abwesend, und mir kam vor, dass er 10 Kilo zu wenig auf den Rippen hat. Er brachte sein Programm, ein wunderbares Programm, auch genügend alte und schnelle Nummern, aber er war nicht beim Publikum und gab uns auch keine Zugabe. Aber vielleicht lag es auch daran, dass er eben nicht der Hauptact war, nach ihm kamen RAGE AGAINST THE MACHINE.
Ich freute mich auch darauf, das Problem bei den Jungs ist meiner Meinung nach aber, dass sie nach einer halben Stunde immer gleich klingen. Jeder Nummer wie die andere, auch wenn sie noch so gut abgehen und Power haben, 1 ½ Stunden lang wird mir das Rumgeschrei dann doch zu viel. Etwas Melodie, ein wenig sinnvoller Text müssen es dann doch sein, sorry, das ist eben das Mädel in mir ;-)

Nach RATM gings für mich direkt Heim. Um 3 in der Früh. Und ich kann nur sagen, es war mühsam. Extrem sogar. Aber noch eine Nacht im Kofferraum von Babe? Nein. Ich wollte Heim. Und kam dort gestern um 8 Uhr morgens auch an.

Alles in allem: Es war ein sehr geniales Fest. Ohne Regen (während der Acts). Mit sehr netten Leuten und einem Line Up ganz nach meinem Geschmack. Aber beim Betreten meiner Wohnung schossen mir dennoch folgende Sätze durch den Kopf:
„Ich liebe meine elektrische Zahnbürste.“
„Ich liebe meine Dusche.“
„Ich liebe mein Bett.“

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Checkliste

Schlafsack. Ein Gaskocher. Thunfischsalat aus der Dose. Weißer Spritzer in dezenter Menge. Flaschenöffner und Plastikbesteck. Taschenlampe. Tickets. Ohropax?. Vorfreude und gute Musik fürs Auto. Schwesterherz und Schwägerlein. Scheint, als wäre alles Wichtige eingepackt.
Halt! Ich vergaß! Gummistiefel in gelb-rosa!!! (Danke Süße!) Wäre ja nicht das erste Mal, dass ein Festival im Regen versinkt. Warum das allerdings immer so sein muss wenn ich dort bin, ist mir schleierhaft. Na, egal. Die Laune trübt sich deswegen noch lange nicht.
NOVA ROCK.
To be continued…

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Farbenspiel

Schön ist es, vom Fußball eigentlich so gar keine Ahnung zu haben, aber dennoch Recht zu behalten! Portugal gegen die Türkei 2:0, heute 3:1 gegen die Tschechen und gestern die Spanier gegen die Russen mit einem 4:1. Ich habe ja auf ein 4:0 getippt noch vor Beginn des Spiels ;-)
Nicht gerechnet habe ich mit der Verwirrung – um nicht zu sagen „Bestürzung“, die ich mit meinem gestrigen Outfit in der Fanzone hervorrief. Die Schweden waren zu Tausenden in der City, Salzburg glich einer einzigen, riesigen, gelben Welle. Und da frau sich bei dem Spiel Schweden gegen Griechenland für die lautstarken gelb-blauen Nordmänner entschieden hat, trug auch sie gelb-blau. Aber - auch die Spanier sollten nicht unhonoriert bleiben, sodass ein riesiger Button in rot-gelb-rot mit der Aufschrift „Español“ auf diesem gelben Shirt befestigt wurde. Es gab einige „Thumb-Ups“ und eine schwedische Flagge, in die das Fräulein (unfreiwillig) gewickelt wurde – aber immer nur solange, bis der Button entdeckt wurde. Auf den Button gab’s nur böse Blicke und einen Schritt zurück.
Was ich zu diesem Zeitpunkt vergessen hatte? Den Umstand, dass die Schweden am 14.6. gegen die Spanier antreten müssen. Doof aber auch.
Und wer wird’s machen? Richtig. Die Spanier.
Herrlich, diese EM :grin:

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