4. November 2009
29. Oktober 2009
Nada
Ich habe nun eine Ewigkeit vor diesem Bildschirm gesessen, ein wunderschönes Lied etliche Male vermutlich viel zu laut gehört, dabei die Augen zugemacht, mitgesungen, auf mein Herz gehört und darauf gewartet, dass sie mich endlich küsste, die Muse. Ich wollte wirklich etwas schreiben, am besten in Kombination mit lauter Musik, aber mir fiel partout nichts ein. Keine Geschichte, keine Anekdote, nichts, wozu ich meinen Zeigefinger drohend hätte erheben können.
Nichts. Nada.
Weil alles stimmt?
Schön.
Weil es die Ecken und Kanten des Lebens sind, die leichter auf die Tastatur nieder prasseln? Vermutlich. Sie sind ja auch so schön träge und schwerfällig.
Nun, die Ecken und Kanten – sie kommen irgendwann wieder. Wäre auch zu einfach, ohne sie. Und meine Tastatur und dieser Bildschirm werden auch dann wieder zur Stelle sein. Aber diese Zeit der Rundungen und fließenden Bewegungen, der Momente, die reibungslos ineinander gleiten und einen von innen her wärmen, sollte man auch zu schätzen wissen. Heute möchte ich nur sagen, dass man manchmal einfach die Klappe halten sollte.
Arme auf, fühlen.
Arme auf, leben.
21. Oktober 2009
It’s times like these..
..you learn to live again.
It’s times like these you give and give again..
It’s times like these you learn to love again..
It’s time like these time and time again..
Es sind Zeiten wie diese, die man nie wieder hergibt.
17. Oktober 2009
Der Kreis schließt sich
Der Spliss mancher Herzen lässt sich oft nicht einmal durch die gründlichste Kopfwäsche beheben. Was bleibt ist die Gewissheit darüber, dass alles so kommen musste, wie es kam, um endlich dort anzukommen, wohin man schon immer hätte gehen sollen. Die Gewissheit darüber, den eigenen Spliss beseitigt zu haben. Das Nachsehen dürfte an jenen hängen bleiben, die meinten, durch verzweifelte Manipulationsversuche Genugtuung zu erlangen. Auf diese Weise erlangst du nicht mehr als gänzlichen KopfHaarverlust anstelle von Spliss, mein Lieber. Wahre dich selbst vor der kompletten, öffentlichen Lächerlichkeit..
Ich werde mit Kreide einen Kreis um uns ziehen, ihn imprägnieren und hüten wie einen Schatz. Und wenn ich mich dann aufrichte und die Hände abklopfe, werde ich mich bedanken beim Leben, dass du an uns glaubst, und es immer getan hast. You kept on rising.
Porque contigo, Loco, quiero compartir esta vida loca.
16. Oktober 2009
window to the skies
Bin schon lange nicht mehr beworfen worden (wer schließt schon gern von sich auf andere??
), aber jetzt traf mich dann doch mal wieder ein Stöckchen von der meinerseits sehr nördlich gelegenen Gedankendeponie. Konna will wissen, was es aus meinem Fenster zu sehen gibt. Und da konnte ich (stöckchenfaules Wesen) dann doch nicht widerstehen. Denn um ehrlich zu sein, war genau diese Aussicht eine jener ausschlaggebenden Kriterien, warum ich damals „ja“ zu dieser Wohnung sagte.
Aus diesem Fenster habe ich schon oft fotografiert. Sei es mit dem Tele den Kirchturm der evangelischen Kirche (rechts), etliche Feuerwerke, oder vorbeifahrende Autos mit Langzeitbelichtung bei Nacht. Denn auch wenn es nicht danach aussieht, wohne ich ziemlich im Zentrum Salzburgs – am Fuße des wunderbaren Trainingshügels Mönchsberg. Somit habe ich Stadt und Natur immer griffbereit und direkt vor der Nase. Um es kurz zu machen: Ich mag meine Wohnung, die Aussicht und diese Stadt, auch wenn sie mir ab und an etwas zu klein wird. Aber das ist ein anderes Thema..
An dem Foto habe ich bis auf eine kleine Tonwertkorrektur (Helligkeit) und einer „Unscharf-Maske“ nichts verändert, weil ich geflasht war von dem Farbenspiel da draußen. Das Bild entstand letzte Woche, kurz bevor der Winter (!!) über der Stadt hereinbrach. Die Sonne leuchtet die Gebäude in der Mitte aus, während der Hintergrund in einem schwarzen Meer zu versinken scheint und die Farben der Bäume im Vordergrund sprechen sowieso für sich.
So. Und nun will ich wissen, wie es um die Aussicht bei Frau S. aka Barfussinsalzburg, Elbenno aka Astronautenbar und Paleica aka Episodenfilm bestellt ist.
Ran ans Stöckchen!
14. Oktober 2009
Bei dem es liegt
Ohne es groß anzukündigen nahm er einen jähen Abschied – dieser Sommer, der ohnedies mit großer Verspätung einher zog. Und selbst der Herbst, den man hierzulande überwiegend von seiner grau-kalten Seite kennt, bestach durch tausend Nuancen warmer und leuchtender Farben, die getragen vom spielerischen Wind als Blätter im Sonnenlicht langsam zu Boden tropften.
Sie kommen wieder! Auch sie..
Auf dem Weg in das grüne Herz Österreichs spiegelten sich diese Bilder aneinandergereiht zu einem anmutigen Film an der Windschutzscheibe. Und sie verstärkten den Klang der inneren Stimme, die nach langer Zeit wieder zerr- und rauschfrei ihr Organ heben durfte.
So fuhr ich ihr nach, dieser Stimme, die aus dem Herzen kam. Denn auch sie will eigentlich nur das Eine: Gehört werden.
Sich trauen/dürfen. Zulassen/können.
Ankommen.
Heim kommen.
„Home is where your heart is“.
Dort, bei dem es liegt.
Heim kommen.
Dort, wo auch immer du gerade bist.
Du, und deine unbeschreiblich warmen Augen.










