xhoch3

26. November 2009

Hollywoodhysterieapproved

Gespeichert unter: Kommentar, Städte — lexxa @ 21:42
Tags: , , , ,

Durchatmen Salzburg, sie ziehen endlich weiter!

Ungefähr eine Woche ist es nun her, dass Salzburg zusätzlich zum Schweinegrippevirus dem Hollywood-Fieber erlag. Regisseur James Mangold kam mit Tom Cruise, Cameron Diaz und 200 weiteren Beteiligten in die Mozartstadt, um dort geschätztes 10-minütiges Bildmaterial für die Action-Komödie „Knight & Day“ zu drehen. Der Salzburger Kapitelplatz (direkt neben dem berühmten Christkindlmarkt) wurde zum „Hollywood-Basecamp“ aka Zelt- und Wohnwagenstadt umfunktioniert und hermetisch von der Öffentlichkeit abgeriegelt. Die Diaz ließ es sich nicht nehmen, in einem der meiner Meinung nach schönsten Hotels der Stadt zu wohnen – dem Hotel Mönchstein auf dem Mönchsberg, welches in dieser Zeit nur der Aktrice und dem Filmteam zugängig war.
So weit – so gut. Wer sich das leisten kann, dem sei’s gegönnt. Möchte man meinen. Aber es darf auch nicht vergessen werden, dass rund 300.000 Euro Landesmittel zur Filmförderung mobilisiert wurden, um das Team in der Landeshauptstadt „willkommen“ zu heißen und jeden ihrer Wünsche zu erfüllen. Angesichts dieser Tatsache kam bei mir schon einmal die Frage auf, ob Salzburg vom Dreh und den (noch immer anhaltenden) Nachwehen Auswirkungen des Films „The Sound of Music“ geblendet ist. Erwarten sich die Wirtschaft und der Tourismus tatsächlich denselben Werbeeffekt für die Stadt? Von zehn Minuten in einer Hollywood-Actionkomödie?

Aber gut, das sind alles Dinge, die sich noch weisen werden. Mein eigentliches Kopfschütteln gilt eher dem Rummel um die beiden „Stars“. Cruise – er wurde fast heilig gesprochen von unseren Medien. Weil er immer wieder brav in die Objektive der Fotografen blickte, lächelte, Autogramme gab und – oh mein Gott – sogar mit einer Hand winkte, während das gesamte Medienaufgebot des Landes ihre Kamera auf ihn richtete. Jeder fand ihn „cool, nett, süß“, Medien titulierten ihn als „Vollprofi“ und ich stand verdutzt daneben und verstand die Welt mal wieder ein Stückchen weniger. Wo war er geblieben, der strenge Scientologe, der angeblich seiner Katie vorschrieb, was sie und die gemeinsame Tochter zutun hätten und was nicht? Weg war er. Weil er eben brav lächelte und posierte. Salzburg lag Tom zu Füßen. Und sie liebten ihn alle noch ein Stückchen mehr, als er direkt nach seiner Ankunft Mozarts Geburtshaus besichtigen wollte. „Der Cruise will unseren Mozart sehen!“ Ja, und mit ihm jährlich zigtausend weitere Touristen. Was für eine Leistung, Herr Cruise!
Cameron hingegen war von Beginn an ein wenig das schwarze Schaf, weil sie  beim Hinterausgang des Fliegers ausstieg, um den Kameras zu entkommen. Cameron gefiel mir. Genau deswegen vermutlich. Sie zog es vor, im Hintergrund zu stehen. Mit Freundinnen ins Afro-Café zu gehen, dann umzukehren, weil alle Tische besetzt waren.

Wäre es nach meiner Chefin gegangen, so hätte ich mich während dieser Tage mit unserem neuen 500-er Tele auf die Lauer legen sollen, hätte mit Securities flirten sollen, um etwas aus ihnen heraus zu bekommen und all meine „Connections“ aktivieren müssen, um immer vorne dabei zu sein, was Neuigkeiten rund um den Filmdreh betrifft. Und zum ersten Mal in meinem Job musste ich mir eingestehen – nein, DAS wird nie mein Terrain werden. Paparazzi. Irgendwelchen Promis hinterher hecheln, die dauernd davonlaufen und sich partout nicht ablichten lassen wollen. Nicht willkommen sein, mit der Kamera. Vielleicht auch noch beschimpft werden. Völlig „Gaga“ sein.
Ich liebe Die Fotografie, aber ich liebe es auch, selber zu inszenieren. Und noch mehr liebe ich es, zu beobachten.
Ich war schon froh, dass unser Team bestückt ist mit Leuten, die sich während der letzten Tage gerne auf die Lauer gelegt haben, so konnte ich meiner üblichen Arbeit nachgehen und niemand war mir böse, dass ich da nicht wirklich mitspielen wollte.

Mal ehrlich: Filme werden täglich gedreht. In Toronto. New York. Los Angeles… Und diese Städte stehen auch nicht Kopf, nur weil irgendwo Straßen gesperrt sind und Schauspieler rumlaufen. Als ich 2007 in Barcelona lebte, drehte Woody Allen mit Penelope Cruz und Scarlett Johansson „Vicky Christina Barcelona“ (dazumal stand der Filmtitel noch gar nicht fest). Und ich bin etliche Male zufällig durch diverse Filmsets geradelt oder spaziert, nur konnte ich dort niemals solche Massen an Schaulustigen und hysterischen Medienrummel ausmachen, wie hier in Salzburg.
Okay, Barcelona, L.A. und New York sind Filmsets wohl eher gewohnt, als das kleine Salzburg. Dennoch. Man kann es auch übertreiben.
Und noch während ich diese Zeilen tippe, gehen neue Meldungen rund um den Filmdreh ein: Drei Fotografen mussten ins Krankenhaus, weil Set-Securities den Kollegen mit Lasern in die Optiken leuchteten. Diese wollten den heutigen Nachdreh dokumentieren. Und jetzt? Wird über Klagen und dergleichen diskutiert. Und dass das mal wieder „typisch Ami“ sei. Nun ja. Die Traumfabrik Hollywood ist eben nicht nur Glanz und Glamour. Und wenn’s ums Geld geht, wird noch immer mit harten Bandagen aufgefahren.

Ich denke, dass dieser Film dem Salzburger Tourismus keine besonders hohe Nachhaltigkeit bescheren wird. Dafür hat er uns eine Stange Geld gekostet, hat Megastaus und geschlossene Lokale beschert und Fotografen hinterlassen, die nun um ihr Augenlicht bangen. Genauso unbeeindruckt wie ich von der Ankunft des Filmteams war, bin ich es jetzt darüber traurig, dass sie wieder weg sind. Denn eigentlich hätte alles viel lockerer und stressfreier über die Bühne gehen können, wenn nicht ganz so viel Rummel rundherum entstanden wäre, woran ich wiederum unsere Medien beschuldige, die sich in einem hysterischen (ja, ich liebe diesen Ausdruck!) Ausnahmezustand befanden. Aber lassen wir das mal, sonst ufert dieses Thema zur Henne-und-Ei-Frage aus. Ich für meinen Teil bin einfach nur froh, wieder auf „meinem“ Mönchsi laufen zu können, ohne dabei argwöhnisch von vor einem hermetisch abgeriegelten Hotel Mönchstein positionierten Securitys beäugt zu werden.

25. November 2009

A November Tale

Gespeichert unter: Berge, Natur, loco, pictures — lexxa @ 00:59
Tags:

a sunny one.

..let’s never talk about November Rain again..

18. November 2009

Schweinegrippehysterieapproved

Gespeichert unter: Blogroll — lexxa @ 00:08
Tags: , , , ,

Keine zwei Wochen ist es nun her, dass sie Einzug gehalten hat in Salzburg. Die Schweinegrippe samt zugehöriger Hysterie. Angekündigt wurde sie zigfach. Die „Pandemie“, die neue. Hautnah durfte ich den Start der landesweiten Impfaktionen erleben, als ich mit meiner Kamera bewaffnet von diversen Zeitungen des Landes losgeschickt wurde, um die Massen, das Gedränge, das Akkordimpfen festzuhalten.

Als kritisch denkender Mensch verstehe ich die ganze Panikmache rund um die „Neue Grippe“ nicht. Denn prinzipiell war der November schon immer der Monat der Influenza, Grippen und der zugehörigen Infekten – in jährlich mutierenden Formen und Auswüchsen. Influenza-Opfer gab es schon vor „H1N1“ und auch damals war bekannt, dass man ein besonderes Augenmerk auf die Hygiene legen sollte.
Mal ehrlich – die Hände habe ich mir davor auch schon regelmäßig gewaschen und das Taschentuch beim Niesen vor Nase und Mund ist auch keine Neuerfindung. Dass ich das Bett hüten sollte und möglichst nicht meine Viren unter die Leute bringe, versteht sich an und für sich bei allen Formen von Infektionen.
Ich habe mich noch niemals gegen die „saisonale“ Grippe impfen lassen, und werde das jetzt auch nicht im Angesicht der Schweinegrippe tun. Vielerorts schützen sie sich gleich doppelt. Und geben sich den vollen Impfcoctail in nur einer Woche. Na bravo.
Mein Immunsystem dürfte tadellos intakt sein, und selbst wenn sie mich erwischen sollte – dann werde ich sie eben ausbaden. Es gibt bereits Freunde in meinem Umfeld, die sie durchlebt haben und von Ausgrenzung und Stigmatisierung sprechen. Nun, eine „Ausgrenzung“ im physischen Sinn mag nicht verkehrt sein. Dass man sich ein bis zwei Wochen von seinen Mitmenschen fern hält, scheint unabdingbar. Aber Stigmatisierung? Leute, es ist „eine“ Grippe. Von zig Varianten, wie sie jährlich auftreten.

Ich will an dieser Stelle keinen Moralapostel heraushängen lassen, aber vielleicht liegt auch viel an dem Umstand, dass unsere Gesellschaft immer mehr und mehr verlernt, in seinen Körper zu hören. Dann würde sie nämlich erkennen, dass er nach Bewegung, Luft, gesunder Nahrung und Sonne schreit. Die Gesellschaft von heute erkrankt an ihren eigenen Errungenschaften.
Wenn ich acht Stunden am Tag vor einem Computer sitze und am Abend dem Couchsurfing fröne, Fertigfutter in mich hineinschütte und das alles mit Alkohol und Zigaretten ausklingen lasse, werde ich meinen Körper kaum mit dem versorgen, was er eigentlich braucht, um funktionieren zu können. Vom Immunsystem ganz abgesehen. Der kleinste kalte Windstoß wird mich um- und zurück ins Bett werfen, wenn ich vor jedem Novembermatschwetter da draußen zurückschrecke und nur dem Sitzmuskel Auslauf gewähre.
Von alldem mal abgesehen, kann das Tageslicht kleine Wunder bewirken – gerade für diejenigen, die mit der Novemberdunkelheit ihre Probleme haben. Davon weiß ich nämlich ein Lied zu singen, das ich dieses Jahr allerdings aus meinen Charts verbannt habe.

Lange Rede – kurzer Sinn: Ich mach’ da nicht mit. Weder bei der saisonalen, noch bei der Neuen Grippe. Und bei der Novemberdepression erst Recht nicht. Ich schalt’ den Kübel vor mir regelmäßig ab und bewege meinen Hintern per Pedes oder per Bike in diese wunderschöne Herbst- und Winterlandschaft. Und sie können mich noch so oft zu den Impfwütigen schicken und sie für ihre panikmachenden Berichte ablichten lassen – ich bleibe Schweinegrippehystrieapproved, auch ohne Impfung.

12. November 2009

Salzbürgerschaft

Gespeichert unter: Humor, Video — lexxa @ 22:32
Tags: , ,

Also die Sängerin (?), Buchautorin (!) und „politische Wahlhelferin“ (!!) Nadja Abd El Farrag (laut Strache „das beste Beispiel gelungener Integration“) will die Staatsbürgerschaft. Von Salzburg. Weil sie kennt ja schließlich den Bürgermeister von Kärnten. Und leben tut sie ja auch schon seit 3 Jahren hier.

Des Kaisers treeffender Kommentar: „Ein Mann in Ihrer Gegenwart braucht keinen Alkohol, sondern einen Heroin-Einlauf.“
Ich würde eine Vollnarkose, und zur Absicherung im Anschluss einen Vorschlaghammer empfehlen.

Was habe ich Tränen gelacht.
Danke, Naddel.
Und bitte. Wenn du mir Kärntens Bürgermeister vor die Linse holst und ich mit dem Foto dann ganz viel Geld verdiene, dann werde ich für deine Salzburger Staatsbürgerschaft stimmen.

Versprochen.

11. November 2009

Das Innere des Äußeren

Gespeichert unter: Kurzgeschichte — lexxa @ 21:00

Es war früher Abend, durch das offene Fenster hatte ein leichter, warmer Wind die Geräusche und Gerüche eines ausklingenden Herbsttages herein getragen.
Der Mann mit der Zigarette, der an einem Laternenpfahl lehnte, ließ seinen Blick hin und her wandern zwischen dem Mädchen am Fenster und dem Geschehen in der Gasse. Was er von ihr sah, konnte ihm aber nichts über ihre selbstzweiflerische Zerbrechlichkeit verraten, die ihrer stolzen, ja überheblichen Körperhaltung so wenig entsprach. Das Mädchen wiederum versuchte, sich in seinen Blick hinein zu versetzen.
So wie sie aussah und wirkte – dachte sie – war sie nie gewesen, keine einzige Minute ihres Lebens. Nicht in der Schule, nicht im Studium, nicht in der Arbeit. Ob es anderen auch so geht? Dass sie sich in ihrem Äußeren nicht wieder erkennen? Dass ihnen das Spiegelbild wie eine Kulisse von plumper Verzerrung vorkommt? Dass sie mit Schrecken einen Abgrund bemerken zwischen der Wahrnehmung, die die Anderen von ihnen haben, und der Art, wie sie sich selbst erleben? Dass die Vertrautheit von innen und die Vertrautheit von außen so unendlich weit auseinander liegen können?

Die Ferne zu den Anderen wird noch einmal ein Stück größer, wenn klar wird, dass die äußere Gestalt den Anderen nicht so erscheint, wie dem eigenen Auge. Menschen sieht man nicht wie Bäume, Berge und Seen. Man sieht sie in der Erwartung, ihnen auf bestimmte Weise begegnen zu können. [Und wir laufen, um uns zu begegnen]. Die Kraft der Einbildung schneidet sie zurecht, damit sie zu den eigenen Wünschen und Hoffnungen passen. Oder, dass sich an ihnen die eigenen Ängste und Vorurteile bestätigen können.

Es wird unvermeidlich ein Zerrbild sein, das sich der rauchende Fremde von dem Spiegelbild des Mädchens am Fenster macht, und sein Gedankenbild von ihrer Gedankenwelt wird ein Zerrbild über das andere türmen.
Sie fragte sich, wie es wohl wäre, wenn wir uns ungeschützt durch diese  Zerrbilder gegenüberstünden. Ineinander stürzten, weil nichts Trennendes und Verfälschendes dazwischen stünde. Dann beschloss sie, es dem Fremden an dem Laternenpfahl gleich zu tun und steckte sich auch eine Zigarette an. Mit der beruhigenden Gewissheit darüber, dass es auf diese Frage nie eine zufriedenstellende Antwort geben würde, gab sie sich ihren Gedanken der Vergangenheit hin, die wie der blaue Dunst vor ihren Augen immer mehr verblassten.

4. November 2009

Neulich am Hometrail..

Gespeichert unter: Erkenntnisse, Natur, Sport, pictures — lexxa @ 19:19
Tags:

..als es mir beim Laufen den Atem verschlug..

Mönchsberg_1
Mönchsberg_2

Mönchsberg_3

Mönchsberg_4

Mönchsberg_5

..und ich beschloss, den November ausnahmsweise mal willkommen zu heißen.

Nächste Seite »

Bloggen Sie auf WordPress.com.