xhoch3

2. Januar 2010

Hi

Abgelegt unter: life, loco — lexxa @ 13:25

In einer Fernbeziehung ist das ein bisschen so, als würde man immer wieder Zettel hochhalten. Alles wird komprimiert und so zusammengefaltet, dass es in die dafür vorgesehen Kanäle passt und verschickt werden kann, gesagt in einer bestimmten Zeitspanne, gesehen zu einem bestimmten Moment. Man ist in Umstände verstrickt, die manchmal eine Bedeutung erlangen, die sie sonst nie hätten. Vieles kann man nicht erklären, vieles muss man erklären. Und dann guckt man mit Sehnsucht über Berge und Täler hinweg. Und meistens hat man einen Edding und viele kleine Zettel dabei, sammelt die Momente ein, um sie später noch einmal hochzuhalten. Parallelerleben in Verzögerung. Aber für dieses „Hi“ bei einem Wiedersehen, für diesen ersten Kuss nach längerer Zeit, dieses Gefühl, den Kopf in den anderen Nacken zu legen, die Wärme zu spüren und den Geruch des Anderen in sich aufzunehmen, für all das bin ich bereit, sämtliche Eddingvorräte dieser Welt aufzukaufen.

Der Kreis hat sich geschlossen. Die Ecken und Kanten, die das Rad zum Holpern brachten, haben sich geglättet. Es läuft jetzt rund, das Rad. Anders als erwartet, aber rund.
Die Reise hier auf Xhoch3 ist vorbei. Es waren Zahlen- und Wortspiele, die jetzt, in einer neuen Dekade, keinen Platz mehr haben.
2010 ist anders. Vom ersten Tag an.  Es endet auf eine Null. Und es soll die Chance bekommen, wieder von Null an zu erzählen. Ich werde ihm gerne zuhören.

Dieses Verlangen danach, wieder sich selbst zu spüren, man selbst sein zu können, ohne sich in kryptischen Umschreibungen und hinter tausend vor den Mund gehaltenen Blumen zu verschleiern, es ist immer größer geworden. Jede Pore, jede Faser sehnt sich danach. Und manchmal funktioniert so etwas eben nur an einem anderen Ort, dort, wo niemand deinen Namen nennt.

Xhoch3 bleibt so stehen, wie es ist. Es ist mir ans Herz gewachsen, daran besteht kein Zweifel. Aber Xhoch3 ist eben zu sehr „ich“. So sehr, dass es mir die Luft zum Atmen nahm. Das endete darin, viel weniger ich zu sein, als es mir lieb ist. Hier lesen einfach zu viele mir bekannte Menschen mit.
Ich begann vor bald 4 Jahren, unter dem Namen “WeitWeg” über Fakten und Geschehnisse zu bloggen. Vor allem über meine Reisen, Erfahrungen und Erlebtes.  Später nahm ich mein virtuelles Zuhause als “Xhoch3″ weiter mit auf die Reise. In die Natur und die Berge. In das Zurückfinden und Ankommen. Dann begann auch der Wandel im Schreiben selbst. Hin bis zu den Dingen, die aus dem Herzen kamen. Und langsam, aber merklich und mit der Zeit immer stärker, veränderte sich mein Schreibstil grundlegend.

Über Fakten und Geschehnisse berichte ich zur Genüge in meiner Arbeit. Mein Innerstes schreit aber um Ausgang, um Verlängerung der Sperrstunde. Nur stelle ich mein Innerstes eben nicht gerne am Silbertablett zur Schau, das dann vielleicht auch noch mit einer Menükarte serviert wird. Heute im Angebot: „Alexas Seele, an flambiertem Herzen. Dazu reichen wir ein Sorbet, bestehend aus Zukunftsplänen und Visionen. Zum Trinken ein Tropfen halbsüße Emotion.“

Ja, „es“ will heraus und ja, ich werde weiter schreiben. An einem Ort, den niemand außer mir kennt. Er wird mit Sicherheit gefunden werden von Fremden. Und er wird gelesen und vermutlich sogar kommentiert werden. Ich werde schreiben können, wie ich es möchte und wonach mir gerade der Sinn steht, ohne dass das, was da steht, mit der Person Alexa in Zusammenhang gebracht wird. Ohne dass daraus Schlüsse gezogen werden oder der Neugier anderer Genüge getan wird.

Ich liebe das Schreiben, merke wie es sich (und mich) verändert hat, und diese Veränderung gefällt mir. Ich will sie ausbauen. Irgendwann vielleicht ein Buch schreiben. Kurzgeschichten. Bis es aber soweit ist, will ich meiner Kreativität und vor allem meinem Herzen keinen Riegel mehr vorschieben müssen. Nur weil ich weiß, dass Bekannte, Freunde und auch Nicht-Freunde mitlesen.
Vielleicht werde ich Xhoch3 irgendwann wieder neues Leben einhauchen. Ich kann es mir gut vorstellen. Deswegen bleibt hier einstweilen auch alles so, wie es ist.
Denjenigen, die mich von ihren Seiten aus verlinkt haben möchte ich noch sagen: Ich bin euch nicht böse, wenn ihr mich aus der Blogroll entfernt. Aber ich freue mich auch, wenn ich drinnen bleibe. Denn ich werde auch künftig auf den (wenigen) Blogs, die mir sehr ans Herz gewachsen sind, lesen und kommentieren. Ein ganz spezielles Blog hat mich sehr oft inspiriert und mit Sicherheit seinen Beitrag zu vielen Veränderungen auf Xhoch3 geleistet. Ich danke der Autorin dafür. Andere wiederum sind seit Anfang an dabei, sind quasi Kommentatoren der ersten Sunde und ich werde es künftig auch nicht verabsäumen, dort weiter zu lesen.

Für mich ist es an der Zeit, weiter zu ziehen. Zu laufen. Und wir laufen, um uns zu begegnen..
Wieder ich zu werden. Meinen Eddingvorrat aufzustocken und dafür Sorge tragen, dass ich immer genügend Zettelchen dabei habe. Für den Moment, an dem ich einfach nur ein „Hi“ hochhalte. Und ein riesiges Herz rundherum male.

30. Dezember 2009

Home is.. where your Bartagame is?

Abgelegt unter: Humor, life — lexxa @ 10:14
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Ich weiß nicht, ob sie mir ein Lasso mitgeben wird. Oder eine Trillerpfeife. Vielleicht wäre eine Longe auch nicht verkehrt, wird sich alles weisen. Was ich mit Sicherheit sagen kann ist, dass ich mich bald für einen Monat ins Dschungelcamp begeben werde, während mein Schwesterherz sich mit ihrem Liebsten in Thailand vergnügt. Das Zepter des Zooregimes wird an mich übergeben, und ich habe einstweilen noch null Plan.
Der kleine Filou. Der aus der Sheba-Werbung. Nur noch süßer. Der gar nicht mehr klein ist, und sich seine Milchzähne und Babykrallen vermutlich auch schon im Mobiliar meiner Schwester ausgebissen und abgewetzt hat. Seines Zeichens also Stubentiger, der aber nicht aus stehenden Gewässern trinkt. Nein, fließen muss es. Und verschlossene Türen mag er auch nicht. Also nix mit „Stillem Örtchen“ in der Früh.
Der Rest vom Schützenfest stellt sich aus „Big Boss“ Diego, seinem Compadre Sanchez, Madame Fee und noch einer Lady (Name vorübergehend entfallen) zusammen. Ihrer Zeichen (ausgewachsene!) Bartagamen. Bis auf Sanchez, der sich „Sudanschildechse“ tituliert.
Zu Deutsch: Minidinosaurier, mit einer Vorliebe zu Lebendfutter. Dazu gehören Schaben genauso wie Heimchen und alles andere, was auf Eiweißbasis kreucht, fleucht und wuselt. Vor allem aber machen die Lärm, die Viecher! Man fängt die schließlich nicht täglich aufs Neue (zumindest solange sie einem nicht auskommen), sondern hat sie auf Reserve, hübsch in Plastikschalen abgepackt. Und dann zirpt, raschelt, summt und brummt es in den vier Wänden, dass du meinst, RTL hätte dich betäubt, entführt und ins Dschungelcamp gesteckt. Oh, welch Vorfreude!
Aber ich habe da so einen Plan. Wir müssen schließlich zusammenarbeiten einen Monat lang. Der Filou, der will beschäftigt werden. Hat man mir schon gesagt. Aber die Schmusereien, die wird er sich verdienen müssen. Wenn also dem Fräulein Lexxa die Nerven durchgehen, während sie mit der Pinzette eines dieser strampelnden Schabenviecher in das Terrarium vor der Saurier Nasen platzieren muss, und eines (bzw. mehere) dieser Viecher auskommen (sollten – es lebe der Konjunktiv!), dann ist der silber-grau gestreifte Stubenpolizist am Drücker. So ein bisschen Urinstinkt wird wohl noch in ihm stecken. Dann soll er sich auf die Jagd begeben! Somit bin ich mir sicher, dass wir bis zum Ende der Reise meiner Schwester ihre Wohnung erfolgreich in einen rentablen Heimtierzirkus verwandelt haben. Und so ein zweites Standbein ist in Zeiten der wirtschaftlichen Krise auch nicht zu missachten.
Bis es aber soweit ist, kommen endlich meine Tage des Zurücklegens und Fallenlassens. Ebenso wie Tage des Reinfeierns in das bevorstehende 2010. Mit dem Menschen, der es begleiten soll, dieses 2010. Denn sie gefällt mir, diese Zahl. Besser noch als die 2009.

Home is where your heart is.
Damals, wie heute. Schön, wenn man davon mehrere hat.
Danke Schwesterlein. Fürs Du- und Dasein, und für alles andere.
Kommt gesund nach Hause.

27. Dezember 2009

Abgelegt unter: Blogroll — lexxa @ 11:14

Schlag du, soviel du willst.
Aber eines Tages, liebes Herz, da werde ich zurückschlagen.

24. Dezember 2009

Es rattert, was war.

Abgelegt unter: complicated, gesucht — lexxa @ 14:33
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Meinen Rückspiegel mag ich nicht. Die meiste Zeit klappe ich ihn um, damit mich die Lichter nicht blenden. Ich bin nicht gut im Zurückschauen. Meistens laufe ich dabei gegen herumstehende Laternenmasten. Auch im Verabschieden bin ich schlecht, manchmal dauert es Jahre. Jahresrückblicke mag ich nicht, aber natürlich läuft im Inneren der Film; natürlich rattert, was war. Und überall fragt man nach den Platten und Konzerten des Jahres, man nennt es Zeit der Besinnung.
Und mir runzelt sich die Stirn in diesem Terminkalenderdenken. Jetzt ist das Jahr zu Ende, jetzt wird bitte rekapituliert, Bilanz gezogen und in Listen gesprochen. Und mittendrin raufe ich mir die Haare, weil das doch so nicht geht, weil es sich in mir sträubt, weil zwar mein Radiowecker so funktioniert, aber nicht meine innere Uhr. Der Winter hat offiziell begonnen, aber die Tage werden wieder länger, die Jahreszeiten verschwimmen immer mehr und Kalender sind auch schon lange nicht mehr das, was sie einmal waren.

21. Dezember 2009

ask. me.

Abgelegt unter: online — lexxa @ 00:30
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Neulich bin ich auf Twitter (ja – diesem Echtzeit-Kommunikations-Web.2.0-Dingsbums) auf ein neues (von manmöchtegarnichtwissenwievielen) Web 2.0-Dingsbums gestoßen, dass ich bei genauerem Hinsehen dann aber doch für recht interessant und eventuell sogar nützlich befand.

Formspring nennt sich die Plattform und sie ermöglicht es anderen, einer bestimmen Person etwas zu schreiben. Das klingt so noch recht unspektakulär, das Interessante dabei ist, dass man das auch anonym tun kann, und ohne bei Formspring einen Account zu haben. Und das eröffnet, wie ich finde, neue Möglichkeiten, um an Feedback oder sonstigen Input zu gelangen, ohne dass  man jedem gleich seine Mailadresse oder andere Kontakte auf die Nase binden muss.
Ich bekomme die Fragen oder Kommentare am Profil aufgelistet, kann diese dann entweder beantworten oder selbst kommentieren, und das ganze erscheint dann auf eben dieser Profilseite.

Unter meinem Profil bei Formspring kann ab nun direkt an mich geschrieben werden – egal worum es sich handelt. Veröffentlicht wird eine Frage erst, wenn ich sie beantwortet habe. Und das Schöne dabei – auch hier gilt: Alles kann, nichts muss.
Völlig Belangloses oder etwa Diffamierendes, Inhalte die sich unterhalb der Gürtellinie abspielen oder dergleichen, werden von mir einfach gelöscht. Kommentarlos.
Richtig doofe Sachen andererseits, sind mir eine willkommene Abwechslung am Blog und werden auch zur Schau gestellt. Nach dem Motto “selbst Schuld, frag nicht so blöd”.

Da ich im Allgemeinen aber nicht von solchen Dingen ausgehe, bin ich erstmal guter Dinge und gespannt auf die Fragen, die noch reinkommen werden. Und wie gesagt – es müssen nicht nur Fragen sein. Auch Feedback oder Kommentare sind immer willkommen, und vielleicht gibt es ja Leute, die dabei lieber anonym bleiben wollen. Ist ja völlig ok. Ich antworte oder reagiere schließlich auch nur auf solchen Input, der mir gefällt.
Aber auch Kommentare und Fragen von bekannten Usern (man hat die Wahl zwischen “anonym” und “bekannt”) sind willkommen und insofern interessanter, weil man so diesen Personen “folgen” kann und somit mitlesen kann, was diese so von sich geben.

In diesem Sinne – happy formspringing.me. ;-)

20. Dezember 2009

in the meantime

Abgelegt unter: life, loco — lexxa @ 23:38

Bedachte Wortwahl dauert. Die wahren Worte sind nicht immer die schönsten, das waren sie noch nie. Nicht zu viel, und nicht zu wenig. Wie viele Seiten hat ein unbeschriebenes Blatt??
In der Zwischenzeit – ein Streicheln über das Gesicht. In Gedanken, stell es dir einfach vor. Du bist stärker als du dir gerade selber zutraust. Dafür würde ich jede Wette eingehen, hätte ich einen Wetteinsatz, der dafür angemessen wäre. Wie weit du gekommen bist, ein Strampeln und ein Ziehen, ein Zerren und ein Weglaufen, immer noch ein paar Meter weiter, ohne es selbst richtig zu bemerken. Nach jedem Stolpern kann ich dich ein Stück Huckepack nehmen, hundert Kilometer weit, wenn nötig. Aber du bist viel stärker als das.
Dauert nur noch ein bisschen, es dauert immer ein bisschen.

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