Kompensation
April 18, 2008 von lexxa
Der Ausgleich eines Defizits? Ich will es mal anders definieren. Alles was rein kommt, muss auch irgendwann, irgendwie, irgendwo wieder raus. Der Ausgleich eines Überschusses. Ungeschminkt, schreiend, lachend, fühlend, weinend, trinkend, singend, kletternd, bikend, laufend, tanzend, schwitzend, redend, erinnernd…
Ungeschminkt -
Phobikerin der Maskeraden.
Schreiend -
aber nicht mehr ausschließlich aus Wut - Phobikerin des Schweigens.
Lachend -
so gerne, mehr und mehr.. - Phobikerin der Trauer.
Fühlend -
schon wieder oder noch immer? - Phobikerin der Anästhesie.
Weinend -
wenn es raus muss, weinend - vor lauter lachen - Phobikerin der Tristesse.
Trinkend -
weil’s ab und an lustig ist - Phobikerin der Langeweile.
Singend -
laut und falsch, aber gerne - Phobikerin der Stille.
Kletternd -
immer nach oben - Phobikerin des Fallens.
Bikend -
der Sonne entgegen bergauf um danach zu fliegen - Phobikerin der Angst.
Laufend -
vorwärts, aber nicht mehr fliehend - Phobikerin der Flucht.
Tanzend -
bis zum Umfallen - Phobikerin des Stillstands.
Schwitzend -
der kalten Dusche, des Spürens wegen - Phobikerin der Anästhesie.
Redend -
gerne oft und viel zu viel - Phobikerin der Stille.
Erinnernd -
ohne zu vermissen - Akzeptierende des Vergangenen.
Das Wort Phobie ist an und für sich sehr negativ angehaucht. Panische Angst vor etwas. Chuck Palahniuk (in Lullaby) verwendet es um Widerwillen auszudrücken. Man kann es auslegen wie man will. Auf die Interpretation kommt es an. Ich mag meine Phobien. Für mich sind sie meine bewusst gewordenen Ängste. Und bewusst gelebt ängstigen sie weit weniger. Bewusst gelebt kann man ihnen hoch erhobenen Hauptes ins Gesicht sehen und sagen: Danke. Kenn’ euch schon.
Darum bin ich so frei und halte fest:
Hallo.
Lexxa mein Name, Phobikerin von Kompensationsblockaden.
Aber wie zum Geier soll ich das einem Menschen näher bringen der meint gar nichts zu haben - weder zu wenig noch zu viel??





