„Zu den größten Kämpfen des Menschen, gut/böse, Vernunft/Unvernunft etc., gehört dieser gewaltige Konflikt zwischen der Phantasie der Ferne, der Traum von den Wurzeln und der Fata Morgana der Reise.“
Salman Rushdie 1999
Letztens gab es im Seminar „Medienkultur und Tourismus“ eine hitzige Diskussion darüber, WAS denn ein „gutes“ Zitat sei. Gefallen ist unter anderem die Antwort „ein angebrachtes, ein im Kontext des Gesagten stimmiges bzw. völlig konträres, um gegebenenfalls Widersprüche aufzudecken oder um weitere Assoziationen zu provozieren”.
Das nehme ich mal so hin (ok – ich war auch an dieser Diskussion beteiligt – sonst wärs ja nicht lustig
) und platziere genau aus diesen Gründen der Stimmigkeit jenes oben angeführte Zitat. Das mit gut/böse habe ich allerdings schon für mich entschieden. Denn böse Mädchen kommen überall hin, wogegen die guten.. na ihr wisst schon. Und ich will noch oft weitweg!
Die Sache mit der Vernunft/Unvernunft habe ich letztens abgehandelt, und bin mir noch immer nicht so ganz sicher. Vernünftiger Umgang mit Unvernunft in angebrachten Situationen – ich glaube, so könnte ich den Großteil meines Tuns beschreiben. Na gut – es sind auch etliche unangebrachte Situationen dabei, aber ohne die richtige Portion Unvernunft wäre das Leben auch langweilig.
So. Jetzt aber zur Phantasie der Ferne, der Fata Morgana „Reise“.
Konflikt? „Phantasie“ der Ferne? Fata Morgana?? Ja wieso denn??? Also Herr Rushdie, das halte ich für puren Unsinn. Denn es funktioniert ganz einfach: Rucksack packen, Beine in die Hand nehmen, Augen weit aufmachen, Vorurteile und Ängste ablegen und dann intuitiv dahin gehen, wohin (wo niemand deinen Namen nennt) es einen zieht. Also einfacher gehts doch nun wirklich nicht.
So. Und darf ich mich demnach zum „affekt-emotional handelnden homo touristicus“ (nix wie weg!!) rechnen, oder kann man es einfach wieder mit vernünftiger Unvernunft umschreiben? Ich glaube, ich sollte mal wieder etwas anderes lesen
(Gut, dass “Timmerbergs Nicht-Yogi-fressender Tiger” noch immer abgängig ist, der würde vermutlich dieses Aufbruch-Verlangen nur verschlimmern..)
Buenas noches @ todos.




[...] oder weil er es tut? Wie zum Geier kommt man nur auf solche Suchanfragen?? Ich kenne nur einen Homo Touristicus. Und der ist fallweise rast- und [...]
Pingback von Suchende (2) « xhoch3 — 8. März 2009 @ 15:00