An einem Samstag um 8 Uhr morgens aufwachen – das hat schon was (vor allem wenn man dabei katerfrei ist!!). Dann aber beim Fenster hinaus sehen und genau wissen, was zu tun ist, das ist einfach das Beste. Zum ersten Mal im Jahr 2008: rauf auf mein Baby, “meinen” Untersberg.
2 Liter Wasser, eine Banane, ein Apfel, Tops und Shirt zum Wechseln, sowie 4GB feinste Musik. Denn ich wollte es definitiv wissen – wie viel ich beim neulichen Probesterben tatsächlich liegen gelassen habe. Oder ob ich überhaupt etwas liegen gelassen habe, außer kostbare Zeit, die definitiv besser hätte genutzt werden können.
Die vereinzelten Fleckchen Schnee, die von unten so klein und harmlos wirken, entpuppten sich als eine ernstzunehmende Herausforderung – vor allem für die Balance – wenn man so wie ich immer ohne Bergstecken unterwegs ist. Sie mögen schon ihren Sinn haben, ich hätte jedoch dauernd Angst, mich mit den Dingern aufzuspießen. Ich verlasse mich doch lieber auf meine beiden Beine. Und meine Arme.
Ich habe meinen Untersberg so noch nie erlebt – die Hälfte des Weges (Dopplersteig) glich einem reißenden Wasserfall. Schon klar – der ganze Schnee, der da oben am Schmelzen ist, muss auch irgendwo wieder runter. Aber dass das so viel ist, hätte ich mir nicht träumen lassen!! Berggoas spielt Badenixe – macht nix, mir war eh warm
Am Gipfel angekommen schlug die Stunde der Wahrheit: der Blick auf die Uhr. Und ich konnte mir ein breites Grinsen nicht verkneifen. 1 Stunde 45 Minuten. Um 10 Minuten schneller als mein bisheriger persönlicher Rekord. Yes Baby, you’re back on track! And closer to the sun…
Schon lange nicht mehr haben mir ein Apfel und eine Banane derart gut geschmeckt. Und die Gondel-Touris in ihren Strandschlapfen waren mir ausnahmsweise auch mal egal. Runter gings genauso wie rauf – zwar nicht üben Dopplersteig sondern übern Reitsteig, aber auch hier gerät man ins Schwitzen. Meine Knie waren nicht wirklich begeistert, aber die hatten nicht viel zu melden.
In der Bewegung liegt die Kraft – ich kann dem nur zustimmen. Und wenn ich nun gestehe bewegungssüchtig zu sein, werde ich das auch nicht hinter vorgehaltener Hand tun.
Probesterben für Fortgeschrittene? Ein kleiner Ausrutscher – nicht der erste und wahrscheinlich auch nicht der letzte. Aber prinzipiell bin ich lieber wieder bei den Bergsteigern für Fortgeschrittene…




Ich bin echt ein wenig neidisch!
Das klingt zwar ziemlich anstrengend aber auch nach verdammt viel Spaß. Ich würde wohl schon nach 10 Minuten schlapp machen, deswegen: Meinen allergrößten Respekt!
Kommentar von konna — 25. Mai 2008 @ 13:46
Und warum sagst nix wenns di da rauf treibt? Du komische Beaggoaß. Es gibt da so a nette Erfindung, die nennt sich “Mobiltelefon”.
Kommentar von L. — 25. Mai 2008 @ 19:48
Weil es (teilweise) wenn es darum geht dich zu mobilisieren, jegliche Form der Bewegung still zu stehen scheint und weil ich derartige Kommentare deinerseits einfach herzerquickend finde!
Mein Vorschlag: treffen wir uns einfach mal oben. Ohne Mobiltelefon. Die Zeit still stehen lassen.
Kommentar von lexxa — 26. Mai 2008 @ 11:54