xhoch3

2. August 2008

CheapTickets.de: Online-Abzocke

Gespeichert unter: Barcelona, Kommentar, Reisen, Spanien, Städte, mad, online, undelicious — lexxa @ 03:04
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Oder: Das erheiternde Trugspiel deutscher Flugticket-Services.

Und: Den Weihnachtsmann gibt es wirklich nicht.

Ja, es hat auch mich erwischt – und das – um ehrlich zu sein – im ungünstigsten Moment überhaupt, denn wenn lexxa weitweg will, dann meist sofort und ohne wenn und aber.
Aber dem war diesmal nicht so. Madame musste sich in Geduld üben und kann ihren Unmut „nur“ hier bei sich kundtun.
Aber dafür bis ins Detail, denn das, was hier abgezogen wurde bzw. wird, finde ich eine Frechheit.
Aber von vorne:

México. Der Plan war noch immer da und auf eine komische Art und Weise unauslöschbar. Und zu einem Zeitpunkt, an dem ich am wenigsten suchte bzw. am wenigsten damit rechnete, kam mir folgender Flug unter die Nase, direkt vor den Bildschirm:

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Wow. ich war hin und weg. Das lag um rund 300 Euro unter allen bisherigen Angeboten und nach einigen aufmunternden Zeilen von einem mexikanischen Freund (haz „click“ – no lo pienses más!!) klickte ich tatsächlich und buchte diesen Flug. Einfach so. Keine Ahnung von Monterrey oder sonst irgendwas, ich wollte aber nach México und Monterrey lag auch im Ziel. Und mein Rucksack und ich haben noch immer jeden Weg gefunden.
Ich war wie in Trance danach, konnte es nicht glauben, weil ich echt nicht damit gerechnet hatte und fand es deswegen umso genialer.
Schritt 2 der Buchung sah so aus:

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Preis noch kleiner, aber ok – die Details eben ohne Bearbeitungsgebühren. Alles paletti so long. Könnte besser nicht sein.
Bei Schritt 3 ging es bereits um die Kundendetails und die Kreditkartennummer. Man kennt das Procedere, alles kein Problem. Der Preis geringfügig höher. Aber alles im grünen Bereich.
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Tja. und nach Schritt 3 war die Buchung eigentlich auch vollzogen. Ich bekam ein Bestätigungs-Mail und freute mich wie aufs Christkind. Und den Weihnachtsmann. Und den Osterhasen. Hatten sie mir nicht irgendwann einmal verklickert, dass es die guten Herren in Wirklichkeit gar nicht gibt? Nein? Vielleicht hab’ ich das ja verdrängt. Doof aber auch.

Ich wachte am nächsten Tag auf, war guter Dinge und voller Vorfreude, öffnete wie sonst auch meine Mails zum Morning-Coffee und verschluckte mich. Am zu heißen Morning-Coffee. Warum? Hier Screenshot Nr. 4, E-Mail von „CheapTickets.de“:
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Ich ging an die Decke (herrlich, was so ein Morning-Coffee alles bewirken kann!), fluchte eine Runde und schrieb erbost zurück, dass sie sich ihr Ticket sonst wohin stecken könnten. Naja – ganz so böse dann auch wieder nicht, aber jetzt im Nachhinein finde ich, dass meine Wortwahl viel zu freundlich war.
Warum ich mich so aufrege?
Ganz einfach.
“Cheap Tickets.de” rechtfertigte sich in seiner Mail mit seinen AGB für die Preis”korrektur”:
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Ist ja alles ok und nachvollziehbar. Die sind nicht die einzigen, die sich dieses Recht vorbehalten. Aber – jetzt – 3 Tage nach meiner „missglückten“ Buchung, ist das Angebot zu exakt demselben Flug im Netz unter „idealo.de“ noch immer zu haargenau demselben Preis buchbar, wie es war, als ich darüber gestolpert bin. Und das meine Lieben, nenne ich „Abzocke“. Denn hier ist davon auszugehen, dass sich das Angebot auch nicht ändern wird, aber dennoch jedesmal eine “Nachzahlung” zur Verrechnung kommt.

So werden Kunden angelockt. Und die AGB erlauben es dann, innerhalb von 2 Werktagen, so genannte (für Laien sowieso nicht ersichtliche oder durchschaubare) „Flughafen- oder Kerosinsteuern“ anzuheben und nachträglich zu verrechnen.
Es mag ja Leute geben, denen das im Nachhinein auch egal ist und dann zustimmen – und somit einen fast noch höheren Preis bezahlen, als die durchschnittlichen Angebote es verlangen. Aber hey – mir ist es nicht egal, denn ich hätte für 3 Wochen MEX genau 1000 Eier (ohne Flug) zur Verfügung gehabt – 300 mehr oder weniger ist in diesem Zusammenhang kein Pappenstiel und daher zog ich meinen imaginären Hut, verfluchte die Damen und Herren von „Ceap Tickets.de“ 3x und buchte mir um 180 Euro ein Ticket „nach Hause“.
Barcelona.
Méxcico wird auf mich warten müssen.
Punkt und aus.

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7 Kommentare »

  1. Vorsicht ist geboten. Ich war kürzlich auf der Suche nach einem günstigen Flug nach Japan. Auf ebookers habe ich dann einen sehr günstigen für CHF 1600 irgendwas gefunden mit British Airways. Ich dachte «wow! krass günstig! Den nehmen wir!» Als ich aber so schön am Buchen war sah ich durch Zufall das Kleingedruckte, was SEHR klein gedruckt war: Mir wurde in diesen minimen Lettern mitgeteilt, dass mein Anschluss am nächsten Tag geht und ich über eine Nacht in Heathrow bleiben müsse, obschon ich nach einem Nonstop-flug gesucht hatte…

    Daher, ich buche nur direkt bei der Airline, mit der ich fliegen will – erspart viel Ärger… -> ausser bei der Swiss, von denen erhält man hinterher auch noch solche schönen Mails, dass irgendwelche Gebühren zusätzlich anfallen würden…

    Hoffe Du hast das Geld für die Tickets wieder zurückbekommen.

    Grüsse
    aus der Schweiz
    Nara

    Kommentar von Nara M. — 7. August 2008 @ 16:04

  2. Das ist echt krass. Und danke für den Tipp, Nara. Ich brauche auch ein Ticket ;-)

    Und Lexxa… Ich lebe noch ;-)

    Kommentar von Autor ohne Talent — 7. August 2008 @ 22:08

  3. @ Nara M. Danke ja! Hab das Geld wieder bekommen, wenigstens das lief fair ab..
    Traurig, dass zu solchen Mitteln gegriffen werden muss, aber ok – aus Fehlern lernt man bekanntlich! ;-)
    Liebe Grüße!

    @ AOT: Schön zu wissen! Muss mal wider auf deiner Seite vorbei schauen, zur Zeit ist das Wetter einfach zu schön, um vor dem PC zu sitzen.. Freu mich aber schon auf neue Texte von dir!!
    Bist du noch immer in der Schweiz? Bleibst du, oder ziehts dich wieder zurück nach Costa Rica??
    Liebe Grüße aus Salzburg!

    Kommentar von lexxa — 8. August 2008 @ 00:35

  4. Hi,

    habe auch eine schöne erfahrung mit cheaptickets.de gemacht. habe für zwei personen hin- und rückflug nach florida für ca. 750,- EUR gebucht und die reservierungsbestätigung sowie damit verbunden die Rechnung erhalten. nach über vier wochen wurde mein kreditkartenkonto noch nicht belastet und ich rief an um nachzufragen wann es beabsichtigt ist meine kreditkarte zu belasten.

    die dame vom kundenservice informierte mich kurzerhand darüber, daß meine flüge storniert wurden. ich soll angeblich eine email erhalten haben (kann ich nicht bestätigen) worin ich unter fristsetzung einen um 400,- EUR höheren preis zahlen sollte. dies begründeten sie mit falsch kalkulierten flughafengebühren.

    das war mir jedoch latte! hier ist ein verbindliches Vertragsverhältnis zustande gekommen, welches auf erfüllung besteht. jetzt wurde erst einmal der anwalt eingeschlatet. lt. meinem anwalt ist die AGB klausel mit den 2 tagen nicht rechtens und dies ist ein fall für den verbraucherschutz. mal schauen wie cheaptickets.de darauf reagiert.

    kann nur jedem raten dagegen vor zu gehen. so dürfen die mit den verbrauchern nicht umgehen!

    und wenn sich jeder wert, werden diese geschäftsgebaren für die auf die dauer auch ganz schön teuer ;-) )

    gruß

    trulli

    Kommentar von trulli — 26. August 2008 @ 18:08

  5. hallo,

    also ich denke, dass man in einem fall wie dem von “cheap-tickets.de” nur das eine machen kann: und zwar sie so oft und gut als möglich an den pranger stellen, ihre unehrlichen machenschaften zu veröffentlichen, darüber zu schreiben und zu reden.
    man kann nur hoffen, dass ihen auf diese art und weise irgendwann die kunden verloren gehen. denn – es gibt genügend andere anbieter, die ihre geschäfte fair verrichten.

    liebe grüsse,

    lexxa

    Kommentar von lexxa — 27. August 2008 @ 01:54

  6. Der Betreiber einer Website, Jan Hendrik Manger, inseriert fast täglich bei kijiji und in anderen Onlinemärkten alle möglichen Waren wie Handys, Computer, Fahrräder usw. und verweist auf seine Seiten
    http://www.lieber-günstig.de
    und
    http://www.lieber-ab-werk.de
    . Dort würde man alles erfahren, was den Kauf betrifft.
    Man muss sich anmelden auf diesen Seiten, bekommt eine Bestätigung und ein paar Tage später eine Rechnung per Email über 59,- Euro!
    Die Rechnung entspricht in keinster Weise einer kaufmännischen Rechnung mit Ausweisen der Umsatzsteuer usw.
    Ich hab ihm geschrieben, dass ich von meinem Recht, 14 Tage von jedem Vertrag zurückzutreten, Gebrauch mache.
    Daraufhin rief er mich gestern 2 Mal an und erklärte mir beim ersten Mal fast 20 Minuten, wie effektiv doch sein Inkassounternehmen arbeiten würde und wie viel Angestellte er hätte und die Kosten, weil ich mich da angemeldet habe!

    Kommentar von Christiane — 7. September 2008 @ 21:20

  7. [...] erfahrung Der zugehörige Bericht verzeichnet stetig hohe Besucherzahlen – was eigentlich schlimm ist. Dieser Bericht wird [...]

    Pingback von Suchende (1) « WeitWeg — 27. Dezember 2008 @ 18:06


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