xhoch3

24. Juni 2009

Tropfen für Tropfen

Gespeichert unter: complicated, music — lexxa @ 23:46

Als ich so lief, in diesem schier undurchdringbaren Grau, das sich mit jedem Schritt noch wenig fester um mich zu klammern schien, begann er leise auf mich herab zufallen. Tropfen für Tropfen. Und ich sah nach oben und schrie wortlos in den Himmel, solange bis ich einfach nicht mehr wusste, ob es nun Tränen waren, die mir übers Gesicht liefen, oder doch nur der Regen, der seit Tagen nicht aufhören will zu fallen.
Dann schlich auch er sich ein, dieser unbeschreiblich schöne Song, der trauriger nicht sein könnte. In diesem Moment war ich froh, die Worte dafür nicht selber finden zu müssen. Den Schmerz nicht hinabsteigen zu müssen, um ihn fassbar zu machen. Denn manchmal lässt es sich selber nicht annähernd so gut sagen, wie andere es schöner zu singen vermögen.

So ich lief weiter. Trotzig dem Grau entgegen, verbissen den Regen ignorierend, immer noch schneller, um der Kälte zu entkommen. Solange, bis ich es wusste.

Sorry.
I just can’t save your soul.
I can’t.


4 Kommentare »

  1. Schöner Beitrag. Geiler Song. Weiterlaufen und nicht stehen bleiben!

    Kommentar von konna — 25. Juni 2009 @ 11:05

  2. Danke.. Und ja, werd ich machen. Stillstand war noch nie ein Zustand, den ich lange beibehalten konnte.

    Kommentar von lexxa — 25. Juni 2009 @ 11:36

  3. Oh – wie spricht mir dieser Song gerade aus der Seele!

    Kommentar von Nicole — 25. Juni 2009 @ 23:39

  4. Man müsste so schnell laufen können, dass einen kein Tropfen mehr treffen kann, dass man jedem Tropfen entkommt.

    Kommentar von Günter Landsberger — 13. Juli 2009 @ 07:27


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