xhoch3

14. Juli 2009

Unterwegs im Tennengebirge

SchmetterlingZeit ist es geworden! Nach über einem Monat Dauerregen sagte der Wetterbericht so etwas wie „Badewetter“ voraus, was mancherorts dann eher zum Bergsteigen verleitet.
Mit einem sehr empfehlenswerten Büchlein, literweise Wasser, Kuchen, Broten und Äpfeln ausgerüstet, starteten eine Wahl- und eine gebürtige Salzburgerin eine zweitägige Tour in das Tennengebirge ihrer Heimat.
Gestartet wurde direkt vom Parkplatz des „Gasthaus Stegenwald“ an der B159, der Salzachtal-Bundesstraße zwischen Pass Lueg und Werfen. Ziel Nummer 1 war das „Leopold-Happisch-Haus“ auf 1925 Metern, das laut Büchlein in Viereinhalb Stunden zu erreichen ist. Das „A-A-PS-Team“ aber schaffte die 1420 Höhenmeter in 3 Stunden und 15 Minuten Marschzeit. Der Weg ist durchwegs gut gekennzeichnet, erfordert aber einiges an Kondition und Trittsicherheit. Gute Bergschuhe sind von Vorteil!

"Tennengebirge"

"Rauf!!"

Ari am Weg nach oben. Und ich mit meiner Eos im Schlepptau.
Hat schon ziemlich ein Gewicht, so eine Kamera samt Teleobjektiv..

im Tennengebirge

??

Und das sind dann Bilder die dann entstehen, wenn der Rucksack ruht und die Beine meinen, einen Freudentanz aufführen zu müssen. Oder der Sauerrstoff jede Zelle des Körpers durchströmt und die Aussicht einem den Atem nimmt.

Gipfelbuch Tiroler Kogel

Gipfelbuch am Tiroler Kogel

Nachdem wir das Happisch-Haus erreicht hatten, ging es auch gleich weiter zum Tiroler Kogel auf 2324 Meter. Zu diesem Gipfel sei gesagt, dass er nicht ganz ohne ist. Kurz vorm Gipfel steigt man am Grat entlang, wobei dieser schmal ist und ein Sturz links oder rechts fatale Folgen hätte. Schwindel lässt man in diesem Fall besser Zuhause und falls nicht, sollte man sich mit dem Vorgipfel begnügen. Als erfolgreiches A-Team holten wir uns aber diesen Gipfel und verewigten uns groß und breit auf einer ganzen Seite des Gipfelbuchs.

Blick vom Tiroler Kogel

Blick vom Tiroler Kogel

An diesem Tag nach rund 6 Stunden bergauf waren wir dann definitiv „well done“, das Bier in der Hütte schmeckte dreimal so gut und auch der „Zirben“ wurde nicht verschmäht.

Tennengebirge

Tennengebirge - die Route

Tag zwei starteten wir etwas verspätet – erstens weil Frau Lexxa ab und an gerne das Murmeltier raushängen lässt und zweitens weil und das liebe Wetter in der Früh Regen bescherte. Kurz nach 10 riss es dann auf und wir steuerten den nächsten Gipfel an – den Mittleren Wieselstein auf 2300 Meter. Dieser Gipfel ist nicht schwierig zu besteigen, Ausdauer sollte man aber dennoch mitbringen. Vor allem muss man regelmäßig auf die Markierungen achten, da diese in dem Urwald aus Karstgestein leicht zu übersehen sind. Weiters sollte man ausreichend Wasser dabei haben, da es dort oben keine Quellen gibt. Alles in allem waren wir an diesem 2. Tag 7 Stunden unterwegs, 4 davon im Abstieg, der ziemlich auf die Knie drückt mit der Zeit.
Ein Missgeschick das mir geschah: Vor lauter Freude über den sich einstellenden Sonnenschein habe ich weder an die Sonnenbrille, noch an die Sonnencreme gedacht. Schließlich hatte ich sie schon fast einen Monat lang nicht mehr gesehen, die gute Sonne! Die Rechnung präsentierte sich mir noch am selben Abend in hochroter Form – was nicht weiter zu empfehlen ist!
Zum Rest bleibt noch zu sagen: Ein Hammer. Die Aussicht, die Luft, die Kraft, die man braucht und auch findet, die Ruhe da oben und die Zeit, die man sich für einen selbst und jemand anderen nimmt.
Sehr empfehlenswert!

5 Kommentare »

  1. Klingt nach einem super Trip. Manchmal finde ich es echt schade, dass wir hier im Norden keine Berge haben. :)
    Bild 3 sieht stark nach Ausdruckstanz aus. Du solltest mal Fotorätsel machen ala „was stelle ich hier dar?“ :D

    Kommentar von Konna — 14. Juli 2009 @ 20:58

  2. Ja, dafür seid ihr halt näher am Meer, das hat auch was. Und das Angebot steht nach wie vor: Komm einmal nach Österreich und wir machen gemeinsam eine (dezente) Bergtour!
    Fotorätsel? Ja wenn ich doch selber nicht mehr weiß, was mich da geritten hat!?! :grin:

    Kommentar von lexxa — 14. Juli 2009 @ 23:18

  3. ach das sind ja schöne bilder. macht richtig lust, mal wieder in bergige gefilde zu düsen. ich hab seit ewigkeiten keine kargen felsen mehr gesehen!

    Kommentar von paleica — 28. Juli 2009 @ 22:11

  4. Na dann ab! Solange der Sommer noch im Lande ist.. Ich kanns nur weiter empfehlen!

    Kommentar von lexxa — 29. Juli 2009 @ 01:17

  5. [...] Nr. 1 entstand am 2. August am “Hohen Göll” auf 2522, und Bild Nr. 2 wurde am 12. Juli am “Tiroler Kogel” auf 2324 Meter Höhe geschossen. Und beide Male war ich mit einer Freundin unterwegs, die meine [...]

    Pingback von Glücksmomente « xhoch3 — 5. August 2009 @ 14:17


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